PAPPEln


Mitte Juni finde ich die Ausgabe 2/2009 der „Neue Zeitschrift für Musik“ in meinem Briefkasten. Da es in Korea frühsommers schon monsoonartige Regengüsse gibt, war das Magazin für neue Töne leider völlig durchnässt. Ich legte es aufgeschlagen über einen Notenständer, um es abzutrocknen und später eventuell noch lesen zu können.
Der Regen hatte die Optik verwaschen.Ich erkenne, dass auf dem Titelblatt ein Portrait eines Mannes ist, der in abertausenden von Haushalten als Büste auf dem Klavier steht.Nach Trockenlegung möchte ich das Magazin lesen und dazu aufschlagen, was nicht mehr möglich ist, da die Seiten nun zu einem festen Pappstück verklebt sind.Ich gebe nicht auf, schlitze mit langem Messer die miteinander verkleisterten Artikel auf und ziehe die Seiten brötzelnd auseinander.Das macht Spass.Allerdings muss ich bald die Hoffnung auf linearen Lesegenuss aufgeben.
Da blinkt ein Satz von Johannes Schöllhorn durch: „...In den 1980er Jahren war die Neue Musik-Szene in Deutschland ein ziemlich ‚dunkles’ Gebilde.Ich habe damals zusammen mit Kommilitonen anarchische Programme gemacht,um dieses graue ‚Hauptsache,hier wird gelitten!’, dieses überspannt-politbeladene Neue Musik-Denken ein wenig aufzumischen...Politisch daherkommen und politisch sein sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.Musik,die nur politisch daherkommt,kann sogar für die politische Gegenseite nützlich werden.Der größte ‚Protest’ kann die beste Voraussetzung für eine systemimmanente Karriere werden,wie wir aus diversen Biografien wissen.Ich halte mich da lieber an den großartigen Satz von Karl Marx, man solle...“ einschlafen, ah, bin kurz eingeschlafen, sorry.Aufm Sofa Lesen ist auch nicht gut für die Augen.Ich stehe auf und arbeite mich hartnäckig zu den Tonträgerkritiken vor, ratsch,ratsch. Ich bleibe hängen an „O edelstes Blaugrünschwarz“ , CD von Albern Hellmuth Boring und lese: „Schon der Titel des ersten Stücks ‚Lob der Unnützen’, mündet in seiner Umsetzung als ästhetische Rigorosität drangvoller Melismenhöriger über semantische Ebenen aus der Textenklave fremder Grammatiken in ein Harakumi-Delta, das sich gewaschen hat.Bei aller Feinfühligkeit für real-surreale Romankniffe will Boring den Hörer immer wieder auf prickelnde Weise aktivieren, weshalb die Klavierklänge so eigentümlich oszillieren,farbiges Rauschen mithilfe hochfrequenter Töne dynamisch kenntlich wird und das Stück dank additiv gesampleter Piccoloflöten zugleich etwas karg Entrücktes, zugleich einen aufwühlend-unruhigen Charakter hat.
Der 1969 in Freiburg im Breisgau geborene Komponist versteht sich ebenso auf digitales Generieren und zeigt dies eindringlich in „Wer selektiert die Embryonen von 1954?“ einem Sprachsoundgebilde, dem das 1950er Lexikon „Ich kenne die Fremdwörter“ in numerischer Abfolge zugrundeliegt,dem wiederum ein Reverseimpuls in alfabethisch computergesteuerter Reihenfolge untergelagert worden ist.Borings Herausforderung an den Hörer gleicht dem Anspruch eines dreiundzwanzig Jahre nach Gutenbergs Erfindung des Schriftdruckverfahrens erfundenen Kartoffeldrucks mit Schneckenfarben, indem er einen extrem zerdehnten Mezzosopran die Steinfuge „Quäl dich nicht, quäl dich nicht“ aphonisch beiden Substraten überlagern lässt.
Sodann in der Wahrnehmung entschleunigend wirkend ist das abschliessende Orchesterpoem „ Paradies, mitteleuropäisch“, basierend auf vierundachtzig virilen Klamottenrefrains des noch sehr jungen russischen Dichters Newrodel.Mit langatmigem Duktus orchestriert Boring Musik als Zeit im Raum der Eigentlichkeit,
schlägt sich dabei mitunter schelmig halbfünfvorzwölftonal auf die Seite Till Eugenspiegel’scher Komik,wenn er Newrodels Texttestament Pappelgeräusche implantiert,nicht ohne...“ An dieser Stelle ist das Magazin für Neue Töne gerade wieder verklebt und daher unlesbar geworden.Ich lege es nun anschließend zu den anderen an den offenen Kamin.

Le gui



leichter will ich es haben
versteck das Schwere in Raben
im Süppchen als Wirtkoch
nichts zu werden
als ohriges Aufnahmeloch
weide leider Onanie
suche Begegnung im freien Fall
wünsche bon annee
verharre hier als wie
im All
großer Gott bin 25
als Addition und im Atom
ein Bass und ein Sopran
mache ich den Rhythmus an:
von den Klassikern der Idiotie
vibriert er schizochron
die Harmonie im Xyloskeleton,
a vrai dire nous sommes en vie!

*

Chinese New Year
2001.01.23

Rituelle Blase



Im Anzug Hände
geschüttelt für Wände
zu stellen oder Demontage.
Versprüh jetzt Courage
geh & komm wieder
bring krumm welche Lieder,
ich bügel deinem Können & Haben
Anerkennungsnausee & Schuldgefühl aus.
Selbst bin ich Odin mit Raben /
Stöckelschuhu @com.de internet House /
mit Obstsalatelektrizität für TV /
Musik, Kunst & Spaß am Bau.

Butterblumen seinhaben Vase
kein Schnee in der Nase
Chemie im Blut
in der Hand diese Blase
gegen Höcker von Gut.


*
2000.12.30

Lehm



Lehm dem Kind
gibst du für Geld.
Halt! Und zurück –
neben dem Kind
ist Welt...
Narbe im Antlitz
wie Bremssarggas
Nebelhebel als Dauerwitz:
Der Clown ist im Glas.
Lähmt das Kind?
Gib Leben, weißer Wind!

Die Taube, der Rabe, das Urteil.
Oh Menschentherapeut –
Tiere ziehen weiter oder töten.
Oh Menschenurteil –
Odin springt, Odem ringt
sich aus dem Lehmgeviert
zu dritt.

*
0002000

Leganza Daewoo fährt fort





Da, das Glas Wasser
am Faxgerät, ungetrunken,
wertvoll rein von der Vulkaninsel,
verschwendet, grolle ich ein wenig,
& unaufgeräumt
hänge ich an meiner Konditionierung
aus Deutschland –
weiter oben im Tempel steht ein Kelch Wasser:
frisch, als alltäglicher Trunk für Buddha –
meine Ordnung / Spiegel / Groll
trenne ordentlich ich Leben von Chaos & Tod,
Jenseits, das Andere & Unsichtbare vom Kontinent des Kosmos,
denk ich grollender deutscher Dichter.

Oh Glas Wasser meiner Gemahlin,
Inspiration – Wunschgedanke nach innerem Frieden
mit dem Hierzustand im Lotussitz
& noch gleich sauber
& aufgeräumt
gründlich Entwerden, deutsch.
Da, Hibiskusduft strömt durchs sommeroffene Fenster
(wenns regnet, schließt es der Dichter) –
ob des Hibiskuswunders schrecke ich,
will fort zum Ortsbüro,
bis 4


* 002002

give us some wind, and there will be a fire


embryos may be approved for use
police arrests 5 tattoo artists
us government guilty of creative accounting
Tibet’s exiled gov’t on bankrupcy crisis
Afghan refugees get back home only to face desperation
Russia’s literature exists, it does exist
unimaginable human disaster if quake hits Tehran
Israel strikes allegedly explosives laboratory building
Turkey needs a new leader
combat aids in Africa
India-Pakistan tension flare anew
winds of change for China, Taiwan?
aspiring Chirac killer a ‚nutter’
protests of a new Mexico City airport
Coca-Cola sets stage for key accounting change
Arthur Miller produced new play not at Broadway to be among trees & quiet
good morning securities trust unit sale to speed up


2002.07.16

Abseits



Ich tippte eine Spinne an,
sie rannte unter meinen Schuh,
den hob ich dann sofort auch an:
ein Bein gegen acht – uhuhu.


*

3.6.2009

Bar jeder Vernunft



Nam June Kant
Nam June Bosch
Nam June Harth
dry fear


*
June Twentyhundred&9



sc wellen auf e


laß mich schreiben den taumel schwindel
die lösung auflösung
nicht hinsehen
spüren
kuft schmecken
lockern
tippen
auflösen
zu wenig
sinne schärfen
sorgen blasen schweifen kommen alles nur verkürzen drunter selbst
nicht immer glauben setzen
schwalben rauch schablem waden schwadn
brennen
du läßt mich schon
zerrütten
es bringt nichts
laß mich wieder eine zeile solang und achten drauf
scwellen
auf
e

schaun daß die verkürzungen nicht zur seite schwanken sonst lallen gan
ganze höfe drolben dir den zopf schon kannst du lesen dich wie du immer das
tropfen nichts weiter zur seite auskommen
mit den paar worten
wieder hinain
draußen
vor der tür
keine wieder holung
zur seite
soll sich aufdrängen man fragt sich wo
ist gelogen und gekotzt
fegen
beseelter junge
die literarischen jahre hat man wieder gefunden
gefunden eine bezeichnung
für dein spiel der gehässigkeit igleit igkeit ijkeeid
dummes elend
wirst du slielen
kannst knoten

*
01966

Akazienblüte



Maigras sichele ich
unterm Akazienbaum.
Das schwere Parfum
des Blütenmeers
dröhnt von Schwärmen
von Bienen über mir.


02009.5.23

Haariges


Mein koreanischer Frisör ist ein wandelndes Beispiel an Gleichmut. Er redet kaum & bleibt super gelassen. Seit Jahrzehnten wohl schon schafft er in gleicher fensterlosen Ladenhöhle.Dort zeugen vier grosse, alte Sessel an Waschbecken von früherer Glorie, in den Regalen Nippes, ein cooler,schwarzer Samsungkühlschrank, ein Bollerofen um den in Warteschleifen, nein, das klingt zu agil, in Nichtstuphasen das Brettspiel „Go & Stop“ stattfindet. Die schwarzen und weissen Spielsteinchen sind getrennt in zwei zur Hälfte abgeschnittenen Platikflaschen aufbewahrt.Im TV läuft eine Sängerin, ein harscher Alt, „Nega haruuuuu ssamnida, da, da, da, da, a...“ sie baut den Hall in ihren Gesang gleich mit ein.Draussen, vor der Tür dreht sich ein ein Meter hoher Trikolorezylinder,um anzuzeigen,dass der Laden geöffnet ist.Der alte Meister schneidet hervorragend,mittlerweile ganz ohne Eingangsworte,da er mich schon gut kennt & weiss, was ich will.Kommen andere Kunden, so warten sie ebenso gleichmütig, gelassen & ruhig und freuen sich, wenn sie mit neu schwarz gefärbtem Haar im exakten Stil einer Grace Jones – falls jemand die noch kennt – davonkommen für ein paar Won.
Ach ja, ein Sessel heisst „Utopia“, ein anderer „Omega“ und, fyi: authentischer koreanischer Gleichmut ist wie eine gute, sanft anhaltende well-being Droge, ein Besuch beim Frisör also immer auch ein erholsames Erlebnis.

Im Laufe eines Lebens erlebt man so etliche Frisöre.Bereits in meiner Kindheit ging ja diese Drangsal los. In Frankfurt waren die meisten Frisöre eindeutig Künstler.Später dann hörte ich von einem legendären homosexuellen polypathem Haarschneider, der mich sogar zur Einzelsitzung zuhause besuchte.Dies ging nicht ohne vorherige Tee- und Gebäckzeremonie vonstatten und als ich endlich mit Cape bedeckt in Wartestellung vor ihm sass, gings dann wieder darum, welchen Haarschnitt ich mir wünsche.Ich sagte, ich würde mich gerne von ihm überraschen lassen und er entgegnete daraufhin die sich mir ewig eingebrannten Worte:“Kommt drauf an, was du mit deinem Kopf ausdrücken willst!“ Da musste ich erstmal passen & war sprachlos.Er erhielt einige Jahre darauf angeblich eine Goetheplakette und ich blieb bei meinem Bubikopp.

Ich hatte einige ausprobiert.Vandermark in der Spitzklickergasse, oder den Starcoiffeur H.G. in Bad Homburg. Viele gefielen mir nicht und ich blieb nur für eine Sitzung.Der eine rauchte beim Frisieren,der andere hatte penetranten Achselschweiss usw. Dann war da noch der Wolter in der Glauburgstrasse.Ebenfalls ein Polymath in seiner Sache.Er nahm mich gnädig auf in seine Reihen.Er sammelte alte Telefonapparate in seinem alten Frisörladen mit klassischer Etalage, die er künstlerisch mit wechselnden Ausstellungsstücken und Fotos ausstattete. Er war ausserdem eindeutig ein wenig neureich, Amerikareisender – was in etlichen Erzählungen während der Sitzungen zu erfahren war – und Therapeut & Menschenkenner.
Wenn ich abschliessend Punkte zu verteilen hätte, wäre ziemlich eindeutig,wie Frankfurts Frisöre abschneiden würden.

Fahrstuhl


Mit grossem Erstaunen – dass es eine Wahrnehmung in Ffm gibt - las ich in der FAZ vom 2.Juni 08 den Artikel „Schöner sterben in der Galerie“.Hier ging es um Daniel Spoerris „DOROTHEANUM – gemeinnütziges Institut für Selbstentleibung“, das er auf dem Dachboden der Galerie Dorothea Loehr installiert hatte: In 11 Zellen konnten verschiedene „Selbsttötungsmöglichkeiten“ erprobt werden unter Vermittlung des „Bewegers“ Bazon Brock.
Der hier ebenfalls erwähnte Rochus Kowallek ( „Frankfurt = Antarktis der Kunst“) war u.a. Art Director der Galerie Lichter, in der ich 1967 den Grundstock meiner Kunstsammlung, einen Günter Uecker gleichen Jahres erstand.

Sozusagen als die Kehrseite zu Spoerris „Fallenbildern“ (Eat-Art) projizierte 1967 das Ginnheimer „centrum freier cunst“ (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Harth ) die „Excrementa“, eine Prolongation der Frankfurter „Experimenta“, zu der ich u.a. die automobilkritische Installation „Fahrstuhl“ beisteuerte.

Falls Sie weitere Frankfurt-related-Stories mögen: Mitte Mai 2008 performte ich mit meiner Japanischen Band „Invisible Songs“
( Repertoire: u.a. „On Suicide“) u.a. in Marseille. Bei einem Stadtbummel stiessen wir auf die Boutique „Pardon“, die auch das Logo mit dem hutliftend grüssenden Teufelchen auf allen Produkten (Taschen,T-shirts etc.) verwendet.
Zunächst glaubte ich, dass der Sohn des Begründers der Frankfurter satirischen Zeitung gleichen Namens, Florian Nikel, der Anfang der 80er in meinem Frankfurtamalgamnonett „Reklame der Wirklichkeit“ Elektrogitarre spielte, diese Boutiquenchain eröffnet hätte – why not? – aber die Recherche in der Marseiller Boutique ergab, dass ein deutscher ehemaliger Inselaussteiger sich „Pardon“logo und –name einfach zu kommerziellen Zwecken "gegriffen" hatte.

Around 1968


Around 1968 I wanted to move the “centrum freier cunst” into larger rooms downtown Frankfurt.We found a large basement in the Gutleutstrasze,rented it and started to renovate it and had rehearsals down there.

Parallel we formed a political oriented group called "urKult" with which we demonstrated in the context of "music in the ghetto" mostly outside concerts managed by the then German music management monopolist Lippmann & Rau.

Mr.Rau then later had invited me into his office and wanted to find out what we really wanted.I told him that we need an open and broad free music scene in Frankfurt which is not restricted by his selections.He compromised and was ready to cooperate with me under the label "Total Music Society".Then I started to contact the Museums (Historisches Museum etc.) in Frankfurt asking to open their institutions for concerts organized by the "Total Music Society". Without any success.
Later,Dr.Buroch started to succeed with this concept in Frankfurt.

Another uneven event during these protest times was my crash with the Albert Mangelsdorff concert management "Claus Schreiner" in 1968.
He wanted to withdraw our fee (50,--DM per player) after performing at the Club Voltaire in Marburg for some odd reason.I refused.He wrote the 15th of July 1968:

"Sehr geehrter Herr Harth,Ihr Schreiben vom 14.d.Mts. habe ich erhalten.Abgesehen davon,mit welcher Überheblichkeit Sie sich erlauben die Kritik an Ihrer Person durch Polemik zu kontern,teile ich Ihnen mit,dass natürlich ein erneutes Gastspiel Ihrer Gruppe nicht infrage kommt - weder im Marburger club Voltaire - noch dort,wo ich Möglichkeiten habe Einfluss zu nehmen."

Surely no good career starters for me...

The new club in the Gutleutstrasze never really opened.We had hippy friends living there who made open fire in the basement which meant more troubles as well as surprising water flooding on the floor when it rained outside.
Christoph Lauer came over to sit in with his violoncello in a
“just music” session. After,he decided to change from cello to tenorsax. But what we where interested in was a third cello-player. Too bad. So,things spread from there.

Mrs.Yi & Mr.Oh


A fire at the DMZ was caused at night by manoeuvring militaries.
A23H went to watch the site the following day,the 25th.
Not much blacked earth on the ground of a tiny island behind the barbed wire.A man was there with a camera.Mr.Oh was a member of the Korean Wild Birds Society and taking pictures of rare birds.
His ornithological friends hat camouflaged one meter long camera telescopes and caught eagles,blue & red rare birds.
I prefer those friendships to hunter’s groups who really kill.
Yi and Oh also reads "2" and "5" in Korean.
A day later Mrs.Yi & me made a walk-in at the DMZ „Give innocence a chance“ accompanied by a white & a green dog.
President 2MB so far quickly burnt down the peninsulae’s economy within a short time of a year. A fire devil in his neck.

Out of Finnegans Wake



[4:15 600.28] But so bare, so boulder, brag sagging such a brr bll bmm show that, of Barindens, the white alfred, it owed to have at leased some butchup's upperon. Homos Circas Elochlannensis! His
[2:10 348.26] womth and wamth, we war, and the charme of their lyse brocade.
For lispias harth a burm in eye but whem it bames fire norone screeneth. Hulp, hulp, huzzars! Raise ras tryracy! Freetime's


Vielleicht warens Avatare?



Freie Überdrussäusserungen älterer Herren von heute – knapp eine Woche deutsches Feuilleton am nahen Ende eines Jahrzehnts.Aufgeschnappt während einer Minitour in Portugal (zwei Konzerte,diverse Aquisitionsgespräche mit dem Label Clean Feed und Musikern (Mental Liberation Ensemble, 4 Corners u.a.)

Reich-Ranicki(Fernsehmist),Michael Cretu (Musik ist wie Klopapier:beliebig & austauschbar),Konrad Boehmer(Chaos & spitze Degen gegen jeden)

German TV war bereits spätestens vor 15 Jahren müder Mist geworden.Ich hatte mehrfach mit kleinen Analysen darauf hingewiesen.Seltsam,dass kaum jemand dagegen aufbegehrt.Das neue Foto von RR – als kluger Kopf auf einem Schrotthaufen von TV-Geräten werbend – fand ich witzig & ein wenig avantgardenachholend im Alltagsbetrieb: es erzählt was & reizt zugleich.Boehmer geht einen Schritt weiter, liebt ebenfalls diesen Quatsch:“RR ist doch die personifizierte Implosion des ganzen Systems: ein brüllender Biedermeier in grellem Gelände…er ist …der Held im letzten Akt seiner eigenen Schmierenkomödie,sein eigener Fetisch.Schauen Sie,wie er sich in diesem letzten Akt – das versteinerte Top-Produkt der deutschen Unterhaltungsindustrie – nochmal der Reklamewirtschaft an den Hals wirft.“
Weiter fällt auf die neu einsetzende Demontage des Riesen Adorno (Briefwechsel Adorno – Siegfried Kracauer) & Boehmer legt wieder nach, bringt Adorno mit dem CIA in die gleiche Schublade: Aktivitäten in den 50ern („Die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik waren eine Initiative der amerikanischen Militärregierung.Der Congress of Cultural Freedom,eine CIA-Organisation,veranstaltete schon 1954 in Rom einen Kongress,um Avantgarde-Musik zu promoten.Der Komponist Nicolas Nabakov war bis 1963 der Generalsekretär.Die Amerikaner hatten sich tatsächlich von Adorno einreden lassen,dass eine emanzipierte Kunst eine emanzipierte Gesellschaft zur Folge hat – und dass eine Katastrophe,wie der Nationalsozialismus eine war,so verhindert werden könne.Auch Zwölftonmusik hätte Hitler nicht verhindert.“)

Plakette am von Adorno gegründeten Institut für Sozialforschung,Frankfurt/M

Auch dass „Teddy Adorno bei der „Kölner Schule“ (Stockhausen,Kagel,
Koenig,Zimmermann und der „ewig grinsende John Cage“)von einem zum anderen hüpfte.Boehmer beschmutzt locker das eigene Nest und freut sich über Kapitalismus („Der Kapitalismus ist die höchste Zivilisationsstufe“) – was gibt’s dann gegen den CIA zu wettern,der damals Strategien gegen die Sowjetunion ausheckte?
Zentrales Anliegen Boehmers ist das Neo-Biedermeier: „Gerade geht es nicht um die Umwertung aller Werte,sondern um die Entwertung aller Umwertungen…kindlicher Glaube an pseudo-wissenschaftlichen Unsinn,mathematisch unterbaut.Bis Banker und Komponisten selbst nicht mehr verstehen,was sie verschachern.Das Neo-Biedermeier ist die Antwort“.
Dies war bereits vor 10 Jahren feststellbar und schien wie ein drückender Schuh. Was Boehmer,Cretu und RR gemeinsam ist: sie hocken zu nah dran,im Besitz von reichlich Geld,Ämtern & Macht,was wohl Überdruss erzeugt.Also: Schuhe ausziehn, meintswegen auf Bäume werfen (Wag The Dog),oder weiter raus in die Welt ausziehen (Amsterdam & Ibiza sind zu nah dran,Herr Boehmer und Herr Cretu) & mehr Mut zum eigenen Verschwinden.Schon Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth gab bereits vor 10 Jahren in inbrünstigem Quotenbiedermeierstil die Devise: „Wems in Frankfurt nicht gefällt,kann ja wegziehen“. Klar doch,meckern macht alt & uncool.Spitze Degen lassen sich leicht umdrehen.Spinoza war auch ein Produkt seiner Zeit,da kann man nichts machen.Also macht halblang,Gentlemen, und haut rein/ab.
Weiter zu Phil Glass & Disney...

Vielleicht warens Avatare?

30.11.2008

Duk Sahn carrying his bowls



One day Duk Sahn came into the Dharma room carrying his bowls. Seeing this,the housemaster,Seol Bong,said,“Old Master,the bell has not yet been rung and the drum has not yet been struck.Where are you going,carrying your bowls?“
Duk Sahn returned to the master’s room.Seol Bong told Am Du,the head monk.Am Du said,“Great Master Duk Sahn does not understand the last word.“
Duk Sahn heard this and sent for Am du.“Do you not approve of me?“ he demanded.Then Am Du whispered something in the master’s ear.Duk Sahn was relieved.
Next day on the rostrum,making his Dharma speech,Duk Sahn was really different from before.Am Du went to the front of the Dharma room,laughed loudly,clapped his hands and said,“Great joy!The old master has understood the last word!From now on,no one can check him.“

Kong-an by Zen Master Seung Sahn,from Only Don’t Know,Shambhala Publications

fz – tage besonderer musik





fz,hart anschlagen – den bass,die drums,gitarre & gebläse,töne & geräusche erforschend.besondere musique erzeugen,fort zu anderen klangereignissen,free zigzag of improvised music.

Das FORUM IMPROVISIERENDER MUSIKER – FIM – bleibt kräftig & stabil und sieht sich in der Lage,trotz aufsteigender nationaler Konjunktur,nun zum 3.Mal ‚tage besonderer musik’ als zweitägiges Festival zu garantieren.Ohne zweifel bietet das Programm der ‚new improvised music’ wieder ein ereignis von überregionaler Bedeutung.

Bei stetig sinkenden Diäten der FIM-Veteranen des Rhein-Main-Kanals demonstriren diese eine großartige Werkschau der mannigfaltig verknüpften Szene.
So etwa – wie schon oft – die auratischen Bands ‚Albaquerque’, ,Bulphata’ & ‚Faunenverschiebung’.
‚Whiskey for my Tonny’, ,Freundschaft’ und die ‚Enteropneusten’ ziehen dem Volk im Cry-stop-Verfahren variierender CONSTELLATIONS die letzten Schuhe aus.Kurze Schlaglichter der Frankfurt-Red&Art-Peace-fraktion.

Aus Köln,nahe bei Bonn,kommen ‚Paire A Dice’ mit dem aus New York stammenden Saxophonisten Jefrey Morgan und Joker Nies,der mit über Computer erzeugten Klängen arbeitet, ins Odd Parliament.

Minister Heinz Sauer,mocker Alfred Harth und malve Daniel Franke concipirten ein klares Ensemble zum Gedenken an Eminenz Paul Hindemith.
‚Free wheelin’ mit einer stark vom Rock beeinflussten Musik und ‚Vogel2Gesicht’ starten als novae in pleinum.

Ebenfalls aus New York lud die simulationsdemokratische Genossenshafft des FIM den Free Jazz Saxophonisten Charles Gayle.

Kommen Sie zu zwei glänzenden abendtagen im Informationsschutzbunker,während draußen die Titanic ein wenig länger auf Sie warten wird.

3. und.4. Oktober 1995 im Gallus Theater

FIM – Frankfurts Indeterminable Musique ist eine Eigenorganisation Frankfurter Musiker ohne Ämter.

follow zymotics / fan zone / favour zounds / fast zlow / full zufall / forum zensible / fuck zero / form zplit / fight zeit / fake zodiac / fantastic zoo / fat zenith / farting shit / fine ziel


Dan & Al sind ziemlich
verzweifelt.Die Abtei in
Werden-Essen findet ein
H darin.
Schlecht durchdachter
Haikuquatsch meint Dan.

Jeder Weg ist für FIM
zu weit & die zeit nicht
reif für changdynastien.

Al läßt sein H wieder
spalten & deckt notbe=
helflich sein 2.Außen=
hirn mit Hansaplatz ab.

„Bull batta“ schreit Dan
& das nicht zum vergnügen
legs-athenisch doch nicht
ohne bedacht verschlüsselt –
doch vor wem?

Es ist das Dritte,was aus
der sekundärliterutar
erwachsene kommandohaft
aus dem unbekannten bauch
rausspringt.

Dan fürchtet um seine
Genkrone & läßt Al
vorerst in Zorn & Schweiß
Tausend Oktavenpussies
verwurschteln im Misosuppie-
delta den steam von Al’s Atem

Dan Misraim schlendert dort,
wo eh das leben wohnt,auf der
straße mit einem nackten Yam-Haar
weg von dem architecte africaine

Aber die Agentuhr,die agnteur?
Gedankenhotel ohne H ist legas=
tenisch meint Fred.Scholastisch
gesehen ist eine (meine) Krone one
H, meint Dan,kein desaster.

Al & Dan sind zimlig ver2felt.

1997

Schlaechtes Schmierentheater

Seit 20 Jahren öffnet sich Nordkorea alle zwei Jahre für sein Filmfestival in Pyonyang.Es ist ein „brain child“ von Kim Jong Il, notorischer Filmfan mit einer persönlichen Bibliothek von 20.000 Titeln.Seit kürzlich der „Dear Leader“ einen Schlaganfall erlitt und jetzt wohl einen zweiten - die traurigen Amtsgeschäfte führt neuerdings sein Schwager - ,werden die südkoreanischen Geschützstellen pico bello vom wuchernden Unkraut der „sunshine politics“ der zwei letzten leicht linksgerichteten Präsidenten gesäubert,die Bunker entschlammt & erhalten FeindesInfektion durch Order der aktuellen „Ratte“ im Blauen Haus,wie der stark rechtsgerichtete heutige Präsident im Volksmund genannt wird.Er brachte es ausserdem fertig,das Land innerhalb von 8 Monaten in ein wirtschaftliches Schlamassel zu führen,mit einem augenblicklich extrem schwachen Won,einem erstmaligen Staatsdefizit seit 10 Jahren.
Kurz,er rollte die Situation 10 Jahre zurück,als Südkorea unter der letzten rechten Regierung eine krasse Krise erlebte,aus der die zwei linken Folgepräsidenten das Land herausgeführt hatten neben allem anderen Sunshine.Die „Ratte“ – oder auch „2MB“ – schimpft derweil pathologisch besessen auf alles,was sein Vorgänger installiert hatte und deliriert von den bewussten letzten 10 Jahren als „the dark ages“.
Kim Jong Il ist noch klargenug im Hirn,diese Ratte als schlecht aufgestellte Marionette zu bezeichnen - es ist einfach nicht zu fassen,dass nach 8 Jahren Bush-Desaster immer noch die Hälfte der Amis den McKain-Weg einschlägt - und fordert vom „Verräter“,den neuen Regierungshass auf Nordkorea und solche Maschen,wie mit Ballons Kassiber über die Grenze zu senden, doch dringend zu unterlassen,ansonsten Südkorea bald einem Trümmerhaufen ähneln würde.



Nun gut,die anderen 110 Filme des Festivals sind aus 46 Nationen.Sie sind zwar nicht propagandistisch,betonen allerdings Spiesserei und zeigen landwirtschaftliche 3.Welt-Gegenden in Iran,Ägypten et altera,die wirtschaftlich dümmer als in Nordkorea dran sind.“Assembly“,ein Chinesischer Kriegsfilm von Feng Xiaogang, gewann den grossen Preis der „closing ceremony“. Das Publikum will Filme über die „geile“ Welt sehen,aber das ist von oben nicht so richtig vorgesehen.Tickets werden an der Kim Il Sung Universität zu Schwarzpreisen verschoben.Die Reaktionen des Publikums sind überaus frisch und natürlich,es antizipiert nicht das Ende des Films,wie sonstwo halt üblich.

Einige Filme sind auch aus Germany.Etwa „Vorbild“(script: Gedankenhotel): Ackermann hat im Jahr 2008 wieder einen Bonus erwirtschaftet.Zusammen mit drei anderen Vorstandsmitgliedern ist er sich einig,die Boni an sich verdient Gemachte abzugeben.Unter diesen ist die Jüngste,ein Lehrling,die sich darum verdient gemacht hat,einen Wasserschaden in der Kunstsammlung des Hauses (Damien Hirst,Jeff Koons et altera) zu verhindern. Putzmänner waren unachtsam gewesen.Die Lehrling erhielt 6,5% der Versicherungsbeiträge (nicht der Versicherungssumme!),in Euro: 1 Million von der Bonuskasse der vier Aufrechten.
Sie legte diese Summe bei der Deutschen Bank an und braucht ihr Leben lang nun kein Geld mehr zu verdienen.Worauf sogleich der amerikanische Immobilienhai Trump die Deutsche Bank auf 3 Milliarden verklagte,weil er keinen Bonus erhielt.Andere sich verdient Gemachte – ca. 59 weitere Personen - mit einem durchschnittlichen Einkommen von 2000 konnten ebenfalls von der Bonussumme der vier Männer (gesamt für das Jahr 2008: 35 Millionen) was abbekommen und brauchten fürderhin für den Rest ihres Lebens auch nicht mehr sich darum mühen,monatlich 2000 einzunehmen.Sie hatten nun mehr & ohne jegliche Arbeit.Vorbildlich,es wimmelt von Vorbildern!
Dieser Beitrag kam im stalinistischen Nordkorea besonders gut an.
Eine Sorge sind neuerdings die aus China eingeschmuggelten Piraten-DVDs,die privat angeschaut werden.Der populärste Renner ist „Titanic“ wegen des Datums des Schiffsuntergangs am 15.April 1912,dem Geburtstag von Kim Il Sung.Ansonsten ist Pornografie jeglichen Ursprungs willkommen.

Transforming Cage's 4'33''

video
by Christoph Korn

Sicher versenkt

Die Elfen und die Bankenkrise

Noch am 15. September 2008 schimpfte BILD, dass die Deutschen ihr Erspartes lieber auf das Sparbuch einzahlen, „wo es oft nur ein Zehntel der Zinsen bringt!“ Unter der Überschrift „BILD sagt, wo Sie ihr Geld sicher und gut anlegen“ wurde den bedauernswerten Lesern an erster Stelle die isländische Bank Kaupthing Edge empfohlen. Dort bekomme man die höchsten Zinsen, nämlich 5,65 Prozent.

Im August dieses Jahres, als ich mit der Band Stereo Total für ein Konzert nach Island fuhr, hatte die isländische Krone auffallend viel an Wert verloren. Wer wegen hoher Zinsen dort ein Konto eröffnen wollte, befand sich also in bereits realer Gefahr, Geld zu verlieren. Selbst die Fluggesellschaft Iceland Air warb mit Slogans wie „So billig wie noch nie!“ Ein Bier in Reykjavík kostete „nur“ noch fünf Euro. Während wenige Monate zuvor ein Euro noch für achtzig isländische Kronen getauscht wurde, waren es nun bereits hundertunddreißig Kronen. Anfang Oktober stieg der ISK- Kurs kurzzeitig bis auf über dreihundert, bis er sich wieder etwas erholte. Insgesamt hat die isländische Krone, die kleinste Währung der Welt, gegenüber dem Euro zeitweise siebzig Prozent ihres Wertes verloren. Doch wo befinden sich diese siebzig Prozent heute?


Sie haben sich buchstäblich in Luft aufgelöst, wie auch die Guthaben vieler Isländer, die in die „sicher“ genannten Fonds ihrer am Ende der 90er im Fond- und Aktienrausch privatisierten Banken anlegten. Hat das etwas mit der unsichtbaren Parallelwelt zu tun, in der die Elfen verortet werden? Nicht unbedingt, denn im Land gibt es – entgegen eines weitverbreiteten Stereotyps – prozentual nicht unbedingt mehr Menschen, die an Übernatürliches glauben, als in Deutschland. Die regierenden Politiker, wie der ehemalige isländische Premier David Oddson, waren lange Zeit Vertreter eines strikt wirtschaftsliberalen Kurses. Sie stehen eher für rationales Denken und Vernunft. Nicht aber für den Glauben an Elfen, an das Unsichere, das Unbestimmte und Unkontrollierbare. Folglich hat David Oddson nun auch die Aufsicht über die inzwischen verstaatlichten, drei isländischen Pleitebanken übernommen.

Die deutschen Kunden der zwangsverstaatlichten isländischen Bank Kaupthing Edge müssen weiter auf eine Entschädigung warten, meldet die Telebörse bei ntv: Ihre Ansprüche sollten sie daher jetzt schriftlich geltend machen. Die deutsche Kaupthing-Filiale war vorige Woche von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geschlossen worden. Zuvor hatte die isländische Muttergesellschaft bereits die Online-Konten der deutschen Niederlassung gesperrt. Nach BaFin-Angaben hat Kaupthing in Deutschland etwa 30.800 Kunden und Einlagenverbindlichkeiten in Höhe von 308 Millionen Euro. Laut "Wall Street Journal" wetten zudem inzwischen vierzig Hedge Fonds auf einen Zusammenbruch von isländischen Unternehmen.

Für deutsche BILD-Leser, empfiehlt sich deshalb eine zusätzliche schriftliche Eingabe bei den Banken der Elfenwelt, meint Veturlidi Gudnasson, Chefdolmetscher des isländischen Fernsehens. Er übersetzt unter anderem die Kindersendung „Käpt’n Blaubär“. „Die Elfenwelt muss man sich als eine Parallelwelt vorstellen, die unsichtbar von unserer existiert“, verrät er mir. „Was sich da abspielt, ist durchaus verwandt mit den Seemannsgeschichten des Käpt’n Blaubär.“

Leider werden die feinstofflichen Wesen von Deutschlands größter Tageszeitung immer noch nicht ernst genommen: „Kein Märchen – Berliner Bezirksamt finanziert Elfenatlas!“ titelte noch 1997 die BILD-Zeitung, als ich im Rahmen der „Dezentralen Kulturförderung“ eintausend DM für den Druck einer Landkarte erhielt. Diese Karte zeigte die Elfen- und Zwergenpopulationen rund um die Monumentenstraße im Stadtbezirk Schöneberg. Endstation des damit verbundenen Schöneberger Elfenrundganges war das Grab der Gebrüder Grimm auf dem St. Matthäus-Kirchhof. „Der reine Neid aus dem Springerhaus!“ vermutete seinerzeit die Bezirksbürgermeisterin. Wegen des „Elfenatlas“ wurde sie damals in BILD der Verschwendung von Steuergeldern bezichtigt und als irr lachende Wahnsinnige portraitiert. Unterzeile: „Findet den Elfenatlas toll – Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Ziemer (Grüne).“

Wie erst jetzt bekannt wurde, waren aber bereits in jener Zeit Elfen und Zwerge als Anlageberater und Autoren für BILD tätig. Von ihnen stammen vermutlich auch die aktuellen Tips in der BILD-Rubrik „Mehr Geld und Karriere“. Zwar werden als „Finanzberater“ dort die Namen „S. Ernst“ und „C. Martens“ angegeben, aber – so mutmaßt Veturlidi Gudnason in Reykjavík – könnte sich dahinter in Wirklichkeit eine spezielle isländische Elfenart verstecken: Die „marbendill“, übersetzt: Meerjungmänner. Sie könnten das Geld deutscher Märchenfreunde sicher versenkt haben. Auch optisch sei das ein durchaus ästhetischer Anblick: Abgebildet auf den isländischen Münzen befinden sich ausschließlich Meerestiere, Fische und Krebse.

Úlfur Hródólfssson
(Präsident der Walther von Goethe Foundation)

Die Walter von Goethe Foundation Seoul


öffnete einen koreanischen Tokaebi Think Tank, um mit ihnen einen Zirkus zu gründen, der mit Aktien jongliert.

Norden beschimpft Süden: Korea droht totale Eiszeit -
"Falls die Gruppe der Verräter den Weg der rücksichtslosen Konfrontation gegen die Volksrepublik weiter beschreiten und trotz wiederholter Warnungen ihre Würde verunglimpfen, wird sie gezwungen sein, eine wichtige Entscheidung zu treffen, darunter die totale Einstellung der Nord-Süd-Beziehungen", schrieb "Rodong Sinmun".

Der Ölpreis ist wieder unter 70$ - warum eigentlich nicht mehr 150?

Der Kospi in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul fiel um 85,53 Punkte oder 6,38 Prozent auf 1254,75 Punkte. Ein Analyst, den die nationale Nachrichtenagentur Yonhap zitierte, sprach von "Panik" im Markt.

Verschärfte Rezessionsängste hatten den US-Börsen am Vortag neue dramatische Verluste beschert. Die Wall Street erlebte ihren schlimmsten Tag seit dem Börsencrash im Oktober 1987.

16.10.2008

Profil mit Rahmen



Kürzlich kam ein Kollege mit ein paar Teilchen ins Büro, um etwas "gutzumachen" - so seine erste Aussage.
Dabei hatte er Geburtstag und wollte uns etwas ausgeben.
Mir viel dann beim Stichwort "gutmachen" die LP "Es Herrscht Uhu Im Land" von Heiner Goebbels, Alfred Harth, Christoph Anders, Paul Lovens (ob es dieser Paul Lovens ist, ist mir nicht eindeutig klar), Rolf Riehm und Annemarie Roelofs.

In dem Stück "Meinen Eltern" hatte Alfred Harth folgenden Text geschrieben:

ich will wieder gutmachen
ich will wieder gutmachen
ich will wieder gutmachen
ich will wieder gutmachen

Oh Mamma Mamma Adolf
Oh Mamma Mamma Adolf
Oh Mamma Mamma Adolf
Oh Mamma Mamma Adolf


Was mir auch immer gut gefallen hatte, war von Alfred Harth "Ich nicht mich dich":

Ich nicht mich dich
es muß das los sein
es muß es muß es
doch auch dich muß ich

er kann doch auch
dich kann er und
ich nicht mich dich

Und dann darf "Mahlzeit" von Ernst Jandl ja auch nicht fehlen:

haben stecken in das mund
das nudelrund auf gabel
haben zumachen das mund
haben rausziehen aus mund
ohne nudelrund das gabel
sein drinbleiben in mund
ohne gabel das nudelrund
haben schlucken das nudelrund
sein das nudelrund gehen in magen
so machen haben oft
essen haben pasta asciutta

Ernst Jandl, aus Der Gelbe Hund. Luchterhand 1980

Schließlich sollte dann hier auch der Kurt Schwitters mit "Welt voll Irrsinn" nicht fehlen:

Ich
Du
Er sie es
Wir ihr sie,
Ein Friedhof,
Lebendige Forellensauce überlaut.
Ich über du
Überlaut
Forellenfriedhof über
Er du Forellenfisch
Lebendig still
Du!
Ein Friedhof überstill
Wir leben
Wir
Forelle lebt Friedhof
Lebendige Forelle spielt
Wir spielen leben
Ich spiele du,
Still
Spielen wir?
Leben wir?
Wir
Ihr
Sie

Kurt Schwitters um 1919, aus Das literarische Werk Band I, M. DuMont Schaubert

Was waren das noch für Zeiten, 1981 aufgenommen, JAPO / ECM Records.

Ein Wittgensteiner (Roland Treude) auf Abwegen

* 14. Jun 2007

google generated dada



Kulturstadt Frankfurt: Szenen, Institutionen, Positionen,1990:
Seine erste Band, das »Alfred Harth ... der Free Jazz mit seinen Utopien herrschaftsfreier Kommunikation hatte Alfred Harth in seinen Bann geschlagen.

Musik und Gesellschaft /Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR,1983:
Am traditionellen „Tag der Betriebe" war das Jazz-Duo Heiner Goebbels (links) und Alfred Harth zu Gast im VEB Herrenoberbekleidung.

Musica: Monatsschrift für alle Gebeite des Musiklebens,1985:
Die endgültige Peking-Oper Heiner Goebbels/Alfred Harth: Frankfurt-Peking.Eigelstein riskant 4011. Der im Grenzgebiet zwischen Jazz und Avantgarde ...

Salz im Blut,1990 :
Heiner Goebbels und Alfred Harth bringen eine Platte heraus: Zeit wird knapp.Auch in seiner Münchner Zeit liest Brecht viel Zeitung.

Theater in Österreich: Verzeichnis der Inszenierungen 1980/81:
Frankfurt am Main Drei Frauen - Mitten im Sumpf - Hunger nach Sinn von Alexander Kluge Musik: Alfred Harth Regie: Paul Binnert

Meine Jahre mit Joschka: Nachrichten von Fetten und mageren Zeiten von Jürgen Schreiber , 2007 :
... Heiner Goebbels am Synthesizer, Chris Cutler an den Drums, Alfred Harth spielt das Saxophon. ...

Cadence von Bob Rusch ,1980:
"I Was Just" w P Kowald / J Betsch Alfred Harth^

Fanfare,1985:
Alfred Harth: This Earth!. ECM 1264, Harth is a powerful soloist who plays all ... Even so, within the framework, Alfred Harth has created a moving ...

The Penguin Guide to Jazz on CD ,2002 :
The ECM label's third release - following a superb Mal Waldron session and a thoroughly forgettable band led by the enigmatic Alfred Harth – highlighted

Fauste Painting,2008 biqdefbucgy :
HEINER and ALFRED HARTH: Hommage/Fier Fauste fur Hanns Eisler + Von Sprengen des ... Bruce Lee's Fauste der Wut Painting. Click on the picture for a larger image. Also by Tom Boswell: ... The paintings I was making at this time

From books.google

Skizze für eine Lecture an der Seika Universität,Kyoto,21.Juli 2004





Viele Japaner glauben,Fremde könnten ihr Land & seine Gepflogenheiten nie ganz verstehen. Im Lobby höre ich: „ I am not a table“, auf der Strasze: „ I am not...“ Die japanische Grammatik stellt das Objekt zuvor: „CD I am not“ – angesprochen gefühlte Eigenheiten,Adjektive subtiler Art fallen durch mein grobmaschiges Ausländersieb,so wie als diese junge Frau aus England,die beim Tokyoer Theater jobbt,dem anwesenden Publikum in lausigem Japanisch mitteilt,dass es leider noch einige Probleme mit der Elektrizität gäbe,bevor das Stück,das auf einigen Stories von Haruki Murakami basiert,beginnen könne.Doch dann flackern bereits die ersten Videos über die Bühne und die sich breitgemachten Peinlichkeitsgefühle in der Audience weichen erleichterter Heiterkeit,als man erkennt,dass dieser kurze Auftakt Teil der (englischen) Theaterinszenierung ist. Ein guter Zug.
Memo1*
Peinlichkeit ist ein legitimes Medium.
Memo 2*
Marionetten haben nur auf der Bühne gut platz,so wie Schachfiguren auf dem Brett.
Memo3*
„Ich bin ein Instrument in Gottes Hand,“ liest der Japaner wohl als: „Instrument in ich Gotteshand.“ Wobei wir bei der Poetry wären.

Peter Greenaway vermisst & versammelt & zieht seine Gedankenfäden.Sammelt er auch den Orangenbaum im Westen, die 18 Stufen , den Cherry-tree im Osten & den weiszen Sandgarten vor dem Shishinden im Kyoto Imperial Palace? Die Y-Form des städtischen Flusses aus der Luftperspektive? (So wie der Hangang in Seoul ein W bildet). Und kann er all dies verknüpfen? Ja mehr: die 3 gelben Sterne auf dem Dach des P-hour an der Kyoto Universität, die die Erinnerung an die 3 Tode der Red Army-Guerillas 1972 in Tel Aviv symbolisieren soll? Und: die Tatsache,dass Otomo Yoshihide seine Liner-notes zu „wE iSIST?“ 10 Jahre nach Entstehung der CD ändert,weil ihm wohl seine Bedenken über Japans „cultural invasion“ in Hong Kong fern geworden sind? Weiter,die schwarzen,knarzenden allanwesenden Kyoter – als auch Tokyoter – Krähen? Das Tief-dunkle des Shokokuji-Tempels, ja all der rabenschwarzen buddhistischen Anlagen Japans, vielleicht Ninjas, und kann er verbinden,dass Shinran Shonin das „Pure Land by the Buddha of infinite Life (Amida Buddha)“ etabliert? Kann er verbinden,dass ich das verstehe?
Memo 4*
Schwarze Magie findet oft ein jähes Ende,so wie die Linksverdrehung der Swastika
& die Linksverdrehung der Totenköpfe auf einer SS-Uniform.
Memo 5*
Wahrheit ist wie ein Ypsilon – man kann nicht verdrehen.

Kann er verbinden,dass Morton Feldman eine Reinigung – geerbt – zum Lebensunterhalt betreibt & entsprechendes komponiert?
Pierre Boulez,als Nichtamerikaner,findet dies zB völlig lächerlich.
„Die Kamera steht dem Film im Weg.“ (Peter Greenaway)
Memo 6*
Spiele.

Bobby Fischer ist umstritten. Umstritten wie Wilhelm Reich. Beide bereits als Lunatic verdammt,von der Presse und den Torhütern der Macht in Amerika. Bobby Fischer ist gerade mal gut, 1972 im Kalten Krieg für die uSA als chess-grandmaster einen Stich zu machen, wenn er den UDSSR-Mann Boris Spassky schlägt. Ab da muss Fischer sich selbst schlagen & die Juden,seine Vorfahren und 1992 wieder Spassky in Yugoslawien & dann wieder sich,weil er das Match entgegen der gerade von den uSa gegen das ehemalige Yugoslawien verhängten wirtschaftlichen Sanktionen abzieht & mit seinem Sieg 3,3 Millionen Dollar schachert & sodann wieder die USa schlagen muss,bzw. diese ihn, als er zuletzt bei der Ausreise aus Japan mit einem ungültigen Pass gestellt wird.
Memo 7*
Ein König kann nicht Bauer werden.

„Not so long ago, it was possible to get through life never having heard of DD...“ ist ein prima Cappuccinosatz aus der Zeitung. John Lloyd, ein Mann gleicher Medienzunft, sieht, wie sein Medium die westliche Gesellschaft zerstört, mit Mitteln der Hähme & Permanentkritik.
Memo 8*
Gesellschaften können zugrunde gehen,Energie bleibt.

W Bush hat bis jetzt 2 Kriege angezettelt und weit über 15.000 Leben auf dem Gewissen, nicht sehr umstritten.
Memo 9*
Wer nur von Musik was versteht,versteht auch davon nichts ist richtig falsch.

SchachfigurenMassenmörder werden in aller Welt geschützt, solange es der Weltherrschaft dienlich ist. Bauernopfer sind nix Neues.
Memo 10*
Ruhm is mist.

Es ist nicht alles „un album de jazz post-modern du 21eme siecle realize par Naruyoshi Kikuchi“, wo das draufsteht, oder vielleicht doch & ich habe das als Nichtjapaner nur nicht ganz verstanden.
Memo 11*
Verpackung kann verpacken,hhh.

Eine andere Ecke der Welt, die Sehnsucht zum Sieg. Missverständnisse & Fall, die Angst & Peinlichkeit,das Vergessen, schwarz-weisse Flicken, das gemachte Vergessen, die Täuschung, der Turm & Springer und das Feld ausserhalb des Feldes.

Memo 12*
Rhizome sind auch nur Bäume / Mille Plateaux sind univok & nicht.

Memo13*
Mull-ah Nidur-san immerfremd muss bleiben!

Stranger on the shore



Es ist kein Himmelspalast & auch kein sich verjüngendes Gerüst, das sich aus Fragen, wie sie nur Architektur stellen mag,oder mathematisierender Serien welch aperiodischer Verfallslogik auch immer, Gerüche speichernd aus Mottenpulverzeiten in ellenlangen Korridoren,hoch potenziert auf Modernitätsformat von 1912,links stets schwarzschattig,da auf permanentes Kunstlicht (Neon) angewiesen,fad stechend von Treppenhäusern her,die offenstehen & vom Abrieb windsalzigem Putzes müffeln.Bekannte erschauern in Tiefentaufe & semantischer Ausgelassenheit beim Erinnern von hellem Echohall trippelnder Geishas,die, zu Besuch im Apartment Ceeno Keerkenbows,nichts wissen wollen vom kompositorischen Spielwitz des fünfundsechzigjährigen:
Holzstühle, abgesägt um 1,5cm an einem Bein. Ein Gastmahl,jahreszeitlich gerecht ausgewählte Miesmuscheln in Weissweinsauce mit Sellerie,paraphilisch eingelegt in säuerlich mariniertem Jedermann (bei japanischer Contenance).Belgische Spitzentischdeckchen und ein Blick auf weisse Gekräusel,ein Blick aufs Meer & seine grauen Wellen,die sich matt gekrönt auf den Sand am Oostendestrand abwälzen.Achtes Geschoss und keine Spur von Solidarität.Geöffnete Fenster? Frischluft? Ein wenig Meeressausen durch einen klitzekleinen Schlitz? Non, nur in der Einleitung bitte,im Treppenhaus ohne Elevator.Es ist keine Schokoladenseite, wo wir sitzen: wir blicken auf die Nordsee & Ceeno streift unbedacht tannengrüne Japanseiden,Ärmel mit bordeauxroten Revers.
Hinter uns auf gefaktem Kaminsims die Krötensammlung.Schwarzer Marmor,Elfenbein natürlich,sogar Bernstein im Hauptteil.Sie sind still & spielten ehemals eine Rolle beim Brand von Edo,als rufende Warner.



Hinter dem Vorhang ein Anrufbeantworter,der sich automatisch einschaltet: Anselm Kiefer.
Tee mit Milch (und Zucker),Silber.Die schottenkarierte Wollweste Albert Aylers auf dem Plattencover,Foundation Maeght.
“Wenn keine Fragmente...“ helles Frauenkichern und schnellstakkatiertes „Hai,hai“ – „Nun, George Ives liess also seine Kapelle am Ortsende antreten,gab einen Marsch vor & schickte sie in Richtung Dorfmitte.Was aber Ives den Musikanten verschwiegen hatte,war, dass zugleich – den gleichen Marsch spielend – die Musikkapelle des Nachbarorts vom anderen Dorfende her ebenfalls Richtung Hauptplatz marschierte.“ Silence.Ein paar Takte sehr gedämpftes Meeresrauschen,dann Likör & Trapist.(In einer Gehaltsästhetik scheint möglich,was bei bei einem rezeptionsästethischen Ansatz a priori ausgeschlossen ist: das Erreichen von Originalität durch Refelexion & bewusste Regelbildung). „Agnostiker mit Gil Blas’cher couleur“ stiess Keerkenbow abrupt hervor & das Wissen um den eigenen Tod als grossen Ausschalter des Lebens halte er für Durst danach – mit leichter Beugung zu seinen asiatischen Gästen – wobei er offenliess,ob Durst nach Tod,oder Durst wo nach. „Holy Donner!“ piepste es ganz schnell. „What?“ – nochmal sehr schnell:„Only don’t know“. Es schien zu schneien,ein weisser Wolf.Etron fou;beim Blick vom Balkon weht ein Dauerton „von La Monte Young“ (haiter), am Strand schlendern zwei Männer in ihren Anzügen.
Rasch die Sache zuende bringen,gehen,impulsartig.„Mechanical Bright“,fraktierende Statements zu einem Faustschlag Nonos.Durchsitzen & wackeln mit dem Stuhl,beharrlich,in den „Desastres della Guerra“ blättern.“Überall in Europa & Amerika hat der Wechselstrom 50 Hertz & überall ist dieses G zu hören.“Auf dem Schreibtisch Schönbergs Partitur „Vorgefühle“. Ein Motor,keine Katzen.Schnell. „Wohin gehen Ssie – an der Stupa entlang? Entlang? Horizontal? Kann man nicht sagen,Syntax, Grammatik , Kanon, als Urheber von Gemeinschaft & Häusern,freundliche Vokalrhythmik.Pure Chemie aus Mynonas Wohlwohnfarbkasten,period.Die Grillen klingen matter, als wärs ein Tinnitus,fast gemein & Rauchzeichen von schon immer,in der Nase beissend von Toxinen.Grosse Schildkröte,aus deren Nüstern bläuliche Longevitydünste blühen,die Hellene nicht kennen kann. Antioxidante Essensorientierung,Dinner kredenzt,später belgische Pralinen jenseits des Himalaya, obendrauf legt man ein dünnes Plättchen Schokolade aus grünem Tee (das ergibt eine dunkelgrüne Farbe).
„In der kognitiven Musikpsychologie wird im Bereich der Grundlagenforschung unter vielen anderen Gegenständen untersucht,wie Töne zu Melodien gruppiert und unter welchen Bedingungen sie als dieselben erinnert werden.Nähe der Tonhöhe,Klangfarbenähnlichkeit und zeitliche...Selektionsprozesse...sind leicht...“ ,schläft ein,vergessen das Vorher,Vergangenheitchen,“...die Kontur einer Melo...die...“,im Zirkel ohne Geometrie,“...peripherielos...Hellene,reich’ dein Arm...“
Zügiges Seidenaccessoiresrascheln,behende JaPantrippelfüsschen, die Eingangstür offenstehen gelassen Amaterasu ausschliesslich sonnengeflechtartig gespürt in höflicher Überlegenheit

Das Singen der Hunde (kurz vorm Kehlenschnitt)


Sie singen hoch im Sopran, weit entfernt von Opernhäusern, so, sagt uns der französische Dreisternespitzenkoch Samsung, ist ihr Geschmack verfeinert.

Du trägst deine Knochen mit rum,was,Vanitas? Ist das nicht ein bisschen schwer?
„Umgekehrt,mein Lieber“ -
Versteht Gott lateinisch in Korea? Mamma Mia, Paternoster.
Buddha sitzt,Jesus hängt.Buddha ruht,Jesus verendet. Sir stehen hin & wieder auf,jedoch Gsus muss in Kirchen angestrengt hängenbleiben,oh Vanitaspieta.

Schweine qieken hoch.Nur Frösche geben ihre Schenkel mit unverständlichem Gemurmel.
In der „Fress-Coda“ „Ach,das Erhabene“, soll deutlich hörbar geschmatzt werden.

Andreas Gryphius: „Es ist alles eitell“ – "was dieser heute bawt / reist jener morgen ein."
Vorstellung der beherrschten Katastrophe, die sich mit keinem lebendigen Gegenüber abgeben muss, GZ 911.Zum 7. Jahrestag - es ist "Chuseok" in Korea,Erntedankfest - werden 50.000 t Kerosin nach NK bewilligt - aus USstaatlicher Angst vor Implosion - zur letzten Ölung Kim Jong Ils.
Kainitische Stadt auf Abels Gebeinen.



Francis Barrauds Bildnis des verstorbenen Hunds Nipper vor der „Stimme seines Herrn“ aus dem Grammophontrichter ist in formaler Hinsicht eine Vanitas-Darstellung, aber sie ist positiv gemeint: „Es ist zwar nur Schein, aber es funktioniert.“ Nicht mehr die Verzweiflung vor dem Leblosen, sondern die Treue des Hunds (die der Klangtreue des Apparats entspricht) wird hervorgehoben.
Der Medienwissenschaftler Friedrich Kittler kommentiert dies mit: „Wunder werden üblich.“

Allice Vanity

Was geschieht bis Zwanzighundertundachtzehn?

& dann: wo ist Ihre Geheimbrille,Herr H ? Sie waren doch bei der Gründung des Secret Service in UK beteiligt. Was? Verstaubt? Angeschlagen? Sie machen wohl Witze.Dann gehen Sie doch nach Elysian Park & erzählen Sie den jungen Krankenschwestern was von Ihren Floeten im Kopp! Entweder Sie rücken jetzt mit der Wahrheit heraus, oder ich scheisse! Es war doch so still in Washington (code: „was nothing“), nachdem W ins Weisze Haus einzog. Dass er & Karl volle neun Monate brauchten – diese motherfucker -, um einen wirklichen Politthriller zu landen,ahnten wir damals nicht. W machte auf Oed-I-puss & harmlos. Die Sache mit der Pretzel – das glaubt doch kein Aas mehr! Aber ich versteh, sein Alter hatt’ mit den Ladens halt gutgehende Geschäfte laufen. Der OsamA war ja schon im ovos-oK (rückwärts,Feind hoert mit...) für die Neue Weltordung des Alten tätig, guter Schauspieler,der Kastanienauge.Wie geht’s nun weiter H ? Was geschieht bis Zwanzigachtzehn? Eins steht fest: die untere bis mittlere Basis ist so angeschlagen und grad wieder am Emporkrabbeln, da wird ein beherzter Einsatz von Kastanienauge Ende nächsten Jahrs dem Plebs klarstellen wie Klosbrühe, dass W die einzig richtige Linie eingeschlagen hatte mit WOT. Ausserdem zeigen wir damit auch deutlich den Leuten, welch Weichei BO ist, McKain soll’s ja noch nicht packen, aus gesagten Gründen. Verstanden,H ? Das wird dem Fass den Boden ausschlagen in 09 & wie gehabt, drehn wir den Preis deftig nach oben. Solln die Leut sich doch ihr gottverdammtes letztes Öl durch die Nase ziehn & kräftig weiter Globalwarmingjammern. Das wird einheizen! Wir werden BO schon dazu bringen, auch noch die Dose Teheran zu knacken,wär doch gelacht, H ! Wird wieder ne Menge V(erschwörungs)T(heorie)irre geben. Dass W jetzt kaum auffällt,mit seiner Masche, Nkorea erst auf die schwarze Liste zu stellen,um sie am Ende seiner Periode wieder – als erfolgreiches Produkt seiner grossen Politik – davon zu streichen; na ja, en kleinen Hau hat er ja schon weg,der arme Kerl. H, Sie sorgen gefälligst dafuer, dass die 8 Jahre, UnSere Blankies, nicht als das oedeste Kulturjahrzehnt des 3. Jatausends gelten werden.Sie sind doch noch offiziell Deutscher,oder? Was macht eigentlich noch Neuschwabenland?
Arbeiten Sie erstmal mit den Medien weiter ganz in Ruhe die 70er,80er & 90er auf. Die Leute haben noch garnicht voll begriffen,dass das 20c definitiv gelaufen ist.
Nach dem Umsprungspunkt wird dann wieder nach vorne geschaut, die Kugel muss wieder progressiv wachsen & nicht nur in der Schlafpille www seitwaerts rollen! Schauen Sie,dass unsere grosse Marionette matt bleibt bis 012.Der Planet wird ne Weile gekocht werden. Spaetestens 013 wird sich die gelbe Gefahr in volle Abhaengigkeiten unserer Pharmabranche gebracht haben, bei all dem Ökokram,der sie jetzt schon umbringt. In 018 haben wir 7,5 Milliarden auf dieser Kugel, dreimal soviel wie als Sie zu uns stiessen. Sie werden der solipsistischen Grossgemeinde der gealterten Internetinsassen einen Stoss versetzen durch globalfinalen Stromkollaps.Unnötig zu erwähnen:Überlebenschancen den Stärkeren. Hauntology hin Hauntology her,lang genug aufgehängt zwischen Erde & Mond. H,wir sind verpflichtet, den Neoamerikanern den Weg zu ebnen.Schauen Sie sich ruhig die jungen Russen- Chinesen- & Scheichmillionaere an, die bereits heute die Filetstücke New Yorks in Händen halten.Und NY hat ihnen doch schon immer als Vorreiter zugesagt & ausserdem sind schon ganz andre Künstler in die grosse Politik gegangen.

Sendet Skarabäus xpr & schiebt weiter seine Kotkugel vor sich her, die ihm das Weltenei zu sein scheint.


„Privatizing Iraq's oil, ensuring global dominance for genetically
modified crops, lowering the last of the trade barriers and opening the last of the wildlife refuges... Not so long ago, those goals were pursued through polite trade agreements, under the benign pseudonym "globalization." Now this discredited agenda is forced to ride on the backs of serial crises, selling itself as lifesaving medicine for a world in pain.“

In Disaster Capitalism: State of Extortion by Naomi Klein

Ballonerfahrung



es ist in einem landschaftlich sehr schoenen Gelaende & spricht mit M.D.. Er sagt aus dem off: „Ich mag Schmelzwasser“ und ich weiss, er denkt an smaragdgruenes Gletscherwasser. „Kann aber auch gefaehrlich sein“ entgegnet es,an uebliche KatastrophenNachrichten erinnernd, worauf er nicht antwortet. Es steigt weiter bergan und betrachtet seltsame Blueten/Fruechte an Straeuchern, halb mit Schnee bedeckt. Durch eine Lichtung rumpelt aus der Entfernung deutscher Sportreport aus einem Radio, der einen faschistoiden Dreh bekommt und schliesslich abdreht.
Es geht weiter vorbei an Felsspalten und schaut auf eine Dorfstrasze,wo offensichtlich der Abschluss einer historischen Eisenbahnfahrt nachgemimt wird: in viel zu alten Renaissancekostuemen steigt der Lokfuehrer mit schwarz vom Rusz geschminktem Gesicht ab und auf ein zeitgemaesses Gefaehrt um, ihm folgt sein Assistent, ebenfalls in solchen Kostuemen.
Es entert ein Taxi,bestellt eine kurze „Picasso-SightSeeingFahrt“, die der alte Chauffeur auf der Stelle beginnt entlang tiefgruener, spiegelglatter GebirgsSeen, immer mehr, wo zum Teil seltsame Felsen- ja Dolmenformen am Grund der Seen erkennbar werden & auch – nach einigen StraszenWindungen,auf kleiner Insel - ein turmartiger Felsobelisk.
Weiter: der Blick auf Alpengebirge, wo am Straszenrand ein OpenAirKino sich bewegende Menschen in Baumgegenden zeigt, Leinwandbild & AlpHahintergrund zu einem verschmelzen. Es gibt augenblicklich keinen Fotoapparat, dies festzuhalten. Da, links, ein junger Mann wirft unter Fichten prothesenartigen Muell in ein ausgetrocknetes Flussbett.
Die Taxituer oeffnet es, dreht sich um & ruft zu ihm,dem Punker, den Muell doch wieder gehoerig zu beseitigen, da wird es hinter ihm & uns unglaubliche Schrottmuellmengen gewahr.
Nach vorne: schon sind wir - mittlerweile im KabrioLet, ohne alle Fenster - gemaechlich weiter gefahren, als es urspruenglich wollte & es fragt in freundlicher AkzepTanz, ob es als Naechstes zu einer Kirche ginge? Der Kutscher schuettelt wOrtlos sein Haupt, faehrt ruhig weiter. Da, voellig unerwartet, fahren wir auf riesige metallene Schrotttuben zu, es erschrickt, weil ein Zusammenstoss unvermeidlich scheint, es blickt zum Fahrer, der ploetzlich durch Abwesenheit glaenzt & es rollt weiter. Jedoch kommt das fAHrzeug unter allen schweren Heavy Me(n)TalTeilen problemlos hindurch: denn sie weiten sich geraeuschlos - fast bunt - nach aussen & dank optisch einwandfreier Morphung gibt es keinen Crash. Aha, denkt es:
„ BallonErfahrung!“ und nickt erinnernd in Richtung nichtvorhandenem Chauffeur, da bleibt das Vehikel stehen.
Mit ausgestreckten Armen greift es suchend aus dem Cabrio nach draussen in die Umgebung,da wird es stillploetzlich stockdunkelschwarz.
Naechsten AugenblickSchnitt sitzt es wieder als BeiFahrer ohne Kutscher ruhig nach vorne schauend im nun cuehlerlosen Auto,das - wie in einer viel zu engen GarAge – - und hier klingelt das Telefon: Mr. Allen ruft aus den USA an,um mitzuteilen,dass seine Devices fuer unser Telefoninterview fuer All About Jazz noch nicht ready sind – - in einem BaEckerladen steht, mit Blick durch Ladenfenster auf StrasZen. Schon im naechsten Augenblick auch kommt lachend der Baecker von draussen herein mit seiner weiszen Muetze, freundlich lachend auf mich zu, als wuEsste er BeschEid.
Genau der Bursche,den ich neunzehnhundertund7&90 in einem Chicagoer LostHighWayMotel mit ViDeo aufnahm,als er uns selbstgebackenen Fisch zum Fruehstueck brachte.

Wer bin ich?Es macht gruenen Tee nach dem Aufwachen,wobei ein grosses Messer mit zweisilbigem lautem Krach in die metallene Nierostaspuele faellt: „Werd wach!“
02008.09.05


Titelseite aus Sebastian Brants Narrenschyff

Bis in das 20. Jahrhundert wurden Ballons und Luftschiffe auch als Aerostaten bezeichnet. Im üblichen Sprachgebrauch werden bemannte Ballons nicht geflogen sondern gefahren. Das Verb fliegen ist für Fluggeräte schwerer als Luft reserviert, Geräte leichter als Luft fahren, genau so, wie auch ein Schiff auf dem See fährt.
Ein Ballon kann in gefülltem Zustand verschlossen sein, wodurch das eingeschlossene Gas auch unter Druck stehen kann. Die Papierfabrikanten Joseph Michel Montgolfier & Jacques Étienne Montgolfier versuchten es zuerst mit Wasserdampf, was jedoch eine Katastrophe war, und aus diesem Grund stiegen sie dann auf Heißluft um. Es soll jedoch noch einen anderen Grund geben: Die beiden sollen eines Tages eine Frau beim Wäschetrocknen beobachtet haben, die unter der Wäscheleine ein Feuer angezündet hatte, damit die Wäsche schneller trocknet. Dabei soll ihnen aufgefallen sein, dass sich die großen Betttücher nach oben wölbten, obwohl kein Wind ging. Nach vielen Experimenten fanden sie heraus, dass das Feuer die Luft erwärmt hatte. Diese war nach oben gestiegen und hatte die Betttücher aufgebläht. Diese Idee wollten die beiden im größeren Stil mit einer Luftkugel weiterführen.
Seit Beginn des Global Warming 19hundertund8 ist die Erde Einiges weiter leicht nach oben gefahren.
Eine weitere Theorie macht den Schwarzen Tod und die daraus resultierende Änderung der Weltanschauung im 14. Jahrhundert für die Renaissance ( „Wiedergeburt“ ) verantwortlich. Er führte zu einer Konzentration auf das Irdische statt auf Spiritualität und Jenseits. (Wikipedia)

Mary Beach Club




Lorenzo Rudolph, director of the ShContemporary 08: „This year ShContemporary is taking its next big step. It is an important bridge between the Eastern and Western hemispheres. The future is here. The future is Asia.“
Wasn fürne Zukunft, elektrische Banane?

Der eine jongliert mit Pürreemythen, der andere balanciert Aale auf der Nase und ich probiere aus, was sich davon besser als Kinderrassel anhört. Aale nicht,Kartoffelbrei nicht, aber ein Dingsbums, gefüllt mit Popanzen und Sandflöhen (einer hat mir wieder den halben Knöchel abgenagt), mit Sächelchen & Knöchelchen, mit di- & perversen Pri- & Automaten, mit Moby- & PolyDick, das scheppert. Es klingt viel besser, wenn man da ein paar Muhsicker mit durchschüttelt. Riddle'n'Roll! Letztlich gibt es aber zu wenige Sinkretisten, Riddler & Rassler, die Mehrheit kotaut doch ganz gern vor dem O wie oben, halluziniert sich vom Tellerwischer zum Alphatier oder zumindest als POPants & Fettauge in einer 5-Minuten-Promiterrine.
Mensch, Tetzlaff, heut ist Montag, da halt ich sogar Affen für maßlos überschätzt. Noch gibt's freilich Hoffnung, Elstern erkennen sich im Spiegel und diebisch und schwarzweiß sind sie auch schon, diese Bosch-Vögel. Da rutscht einem doch fast ein Brother, how art Thou? aus dem Schnabel. Merke: Wo ein Prima(t), da auch ein Ultima Thule.

Die Telenovellas des Weekends haben mich belehrt

- über amerikanische Piloten, die im Korea- & Vietnamkrieg in Gefangenschaft gerieten und teils, ausgequetscht, in russischen (!) Irrenhäusern landeten. Über 50 nach CIA-Erkenntnissen definitiv Überlebende wurden aus Staatsraison für tot erklärt, nachdem jahrelang den Familien nicht mitgeteilt worden war, dass sie überhaupt überlebt hatten (speziell wenn sie in Laos abgeschossen worden waren, wo die Amis ja gar nicht Krieg führten haha), bis sie 1973 beim Gefangenenaustausch wieder auftauchten.

- über John Plummer, den US-Offizier, der den Napalmangriff befohlen hat, dem Kim Phuc zum Opfer fiel, das nackte, halb verbrannte Mädchen auf dem Foto von Nick Ut. Kim Phuc musste jahrelang als vietnamesische Propagandaikone herhalten,bis sie sich nach Kanada absetzte. Plummer verfiel aus Schuldgefühlen dem Suff, wurde aber nicht Rambo, sondern fromm und weinte an der Brust seines berühmten Opfers um Vergebung.

- über die Tochter von Amon Göth, dem sadistischen KZ-Kommandanten aus Schindlers Liste, die sich mit der jüdischen Haussklavin traf, die unter ständiger Todesangst für Göth gewischt und gebügelt hatte. Sie besuchten zusammen die Göth-Villa und die Gedenkstätten, um zusammen zu weinen. Der Tochter sind die eigenen Gene unheimlich, wobei auch die Mutter, die mit Göth ein Luxusleben genossen hatte und angeblich nix mitbekam, mit zum töchterlichen Grauen beträgt. Göth wurde übrigens noch von der SS wegen Korruption aus dem Verkehr gezogen, fiel den Polen in die Hände und wurde aufgehängt. Das wurde gefilmt (!), wobei zweimal der Strick riss. Makaber, makaber.

- über Zigtausende Franco-Opfer im Spanischen Bürgerkrieg, die jetzt erst von den Enkeln ausgebuddelt werden und dass überhaupt jetzt endlich mal über den ganzen Kack Tacheles geredet wird, nach Jahrzehnten Omerta.

- über die Rammstein-Traumatisierten (war jetzt Jahrestag mit Trauerarbeit der Betroffenen), allerdings ohne die schöne Verschwörungstheorie, dass einer der
italienischen Piloten gezielt aus dem Weg geräumt wurde, weil er einer von denen gewesen sei, die über dem Mittelmeer... Du weißt schon.

Trost? Kein Problem, man rasselt mit der Rassel und schon erklingt ne
mAHler-Symphonie. Und ich sink dankbar nieder vor solchen Götterfunken.

rbd (Bad Alchemy),Sept.MMVIII


Kein TÜV in New York



New York Blues

I live in an apartment, sink leaks thru the walls
Lower Eastside full of bedbugs, Junkies in the halls
House been broken into, Tibetan Tankas stole
Speed freaks took my statues, & made my love a fool.

Days I came home tired nights I needed sleep
Cockroaches crawled in bed with me, my brain began to creep
My work was never done, my rest’ll never begin
I’ll be dead and buried & never pleasure win

Lover boy threw meat at me & cursed the day we met
Speed freaks and bedbugs New York City’s what you get
Someday they’ll build subways & get rid of all the cars
Cops kill all the bedbugs speed freaks land on Mars

Allen Ginsberg


Der Zustand NEW YORK BLUES – Gedicht von Allen Ginsberg – von 1975, dem Jahr, als ich das erste Mal diese Stadt besuchte, war auch eine Plage - ins Morbide wie selbstverliebt. Zwischen dieser „kaputten“ Phase & Frühsommer 2001 liegen Welten.

Wieviel angenehmer ist mir das Leben ohne Bedbugs, Wasserschäden, Diebe & Mörder, speed freaks, die aufm Mars gelandet sind.

Damals war jene Kulisse natürlich auch Teil von Kunst in einem Brodel voll Aquarians, Loftmusicians,Hobbits etc etc.

Es schimmert auch Fragwürdiges im Kunstknust auf. Heute gibt’s mir auch nichts, wenn zB ein vietnamesischer Künstler in Frankfurts Kunsttempel „Portikus“ ein „Pennerfrühstück“ anbietet.

Ich will nicht dahin (zurück).

Ich finde es aufregend genug,wenn ich zB im Hotel Habitat in der 57. Strasze am Tag unsrer Ankunft versuche, im Zimmer des 10.Stocks, mit beiden Händen das Fenster nach oben zu schieben,um es zu öffnen. Wobei ich allerdings nicht bedenke, dass der Kasten der Klimaanlage,der darunter ist,durch den oberen Fensterteil damit eingeklemmt & fixiert ist.
In letzter Sekunde kann ich den nach aussen kippenden Airconkasten schnappen & festhalten & wieder durch schweres Herunterziehen des Schiebefensters einklemmen!
Im Erdgeschoss ist direkt unter unsrem Fenster neun Stockwerke weiter unten ein riesiges Glasdach der Hotel-Lobby...

A23H,Whitsuntide in New York, 29.Mai 2001

UnsoweiterjedeMinuteeinekoreanischeAsterixerleuchtung


The bat is a symbol of wealth,longevity & happiness

Es gibt nur eine Angst in Korea nämlich dass ihnen der (nordkoreanische) Himmel aufn Kopp fällt & selbst auch das wird fortlaufend nicht bedacht.
Politiker, die alle Kim oder Lee heissen, kloppen sich regelmässig öffentlich im Parlament wie im Comic wegen Majestix u.a.,dass es nur so eine Freude ist.
Wir Künstler sollten uns wirklich mehr an staatlichen Vorbildern orientieren!

Frische Fische,Druiden,Wahrsager & Hinkelsteine habe ich schon erwähnt. Was noch? Ach so, der legendäre Zaubertrank: Ginsenglikör & Kimchi natürlich. Und jede Menge Gelage, am liebsten dauernd sogar noch im Fernsehen.Aber Zubereitung mit Pfefferminzsauce ist voellig unbekannt (der arme Hund).

Der böotisch umständliche Spruch: „Probleme sind dazu da, dass Lösungen gefunden werden“ existiert hier nicht. Die durchgängige Devise ist: „Sieh zu,dass das möglich gemacht wird - schnell!“ ,wobei das bekannt gallisch/coreanische Laissez-faire hier sich als Daegang verstellt übers gesamte Inseldorf verbreitet und die „Stilllegung“ der Barden sowieso.

Japaner (die troegen Roemer Coreas - ist „Aremorica“ ein Anagramm?),) sorgten als alte Spitzklicker dafuer, dass Korea im Wessi-Alphabeth mit „K“ und nicht mit „C“ geschrieben wird, damit es hinter Japan steht. Die spinnen, die...

Seit Mitte der 80er Jahre verfolgt Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth Asterix-Plagiate.Wie gut, dass es in Corea umgekehrt ist!

Ethnologisches Volksbildungsheim Frankfurt



In Korea gibt es keine Elfenbeauftragen, aber welche, die sich darum kümmern, dass die Tokaebi (Kobolde) in in Wäldern aufgestellte Kästen gesperrt werden, damit sie nicht allzuoft die Zeiger der allgegenwärtigen Kuckucksuhren verstellen und der Betrieb des Herrn Staatspräsidenten - mit volkstümlicher Zunge „2MB“ genannt – reibungsloser seine hochgesteckten Ziele, die in der selbsterzeugten Kurzformel „747“ eingefangen wurden,verfolgen kann. „747“ steht nicht für eine Tokaebi-Boeing, sondern heisst, dass ab morgen in Korea das Bruttosozialprodukt (also das heutige Bruttonationaleinkommen, oder GNP) per anno 7% wird, das pro capita Einkommen von derzeit 20.000 $ auf das doppelte waechst und - - - - - ein Tokaebi machte grad wieder mein Hirn matt, deswegen siehe besser weiter unten im Block unter „MM 747“, please.



Tokaebi haben mit dem wuerdigen Berg- Wasser- und Himmelsgeist - die jeweils viel kraftvoller sind - wenig zu tun und sehen deswegen schrecklich aus, sind aber harmloser als sie aussehen.Sie zünden zB keine Häuser an, oder gar Nationale Denkmäler Koreas, sondern schneiden Fratzen,ärgern hie & da recht flink, schmeissen vielleicht mal einen Teller vom Tisch,was ja in Korea auch weniger schlimm ist als im Westen,weil hier beim Essen und Pfeiferauchen am Boden gesessen wird und dadurch sind die Tische nicht so hoch.



Coreans in 1863

Man created hyper meetings
(drum beat fihi ma fihi)




Was Duchamp als Zugefallenes/Fertig/Gemachtes erkannte, schaltete 40 Jahre später John Cage für Musik. Beide erzeugten dadurch lang anhaltende Schocks. In der Kunst ging voraus,dass die einsetzende Revolution der Recording Machines Interessen verlagerte, nach dem Motto, wenn der Fotoapparat so schön abbildet,warum dann noch mit Öl ? (Hier wird versimplifiziert, da es auch in der naturalistischen Malerei nicht nur um Abbildung von Wirklichkeit ging). Also verlagerte sich das Interesse aufs Licht & die Idee,später das Konzept usw., bei gleichzeitigem Aufgreifen der Möglichkeiten der sich evolvierenden mechanischen Kästchen (Recording Machines).
Wenn Cage um 1950 den Ton an sich (ready made) fuer sich und uns entdeckte & seiner Relation zu anderen Tönen zu entkleiden trachtete, machte er damit alles möglich. In „Variation IV“ von 1965 (und früher bereits, im John Zorn’s Arbeiten antizipierenden, hervorragenden „Williams Mix“ von 1952) reihte er akustische ready mades auf in kurzer, zersplitterter Abfolge und bereitete damit die Postmoderne vor: wenn zersplittert werden kann (Defiguration,Dekonstruktion – Situationismus: Legendär waren öffentliche Provokationen der Lettristen wie beim Ostergottesdienst 1950, als ein falscher Mönch in der Notre Dame den Tod Gottes verkündete), entstehen neue Teile,Atome und dass diese wieder neu gemischt werden koennen (in bildender Kunst war die Technik der Montage schon 20 Jahre vorher vertraut, dann Collage, Combines (Rauschenberg),
mosaic approach (McLuhan),cut-up(Burroughs)),in Gruppen & Mengen gebracht, wurde intensiver erst ca 20 Jahre später klargemacht: auch ein ReadyMadeRemix wurde denkbar. Die tools/toys/Recording Machines sprachen ihre eigene Sprache und infizierten mit neuen Viren durch ihre innewohnende Möglichkeit des „Rewind Life“, siehe auch William Burroughs, der bereits in den frühen 60ern Tonbandgeräte für seine Tätigkeiten als Schriftsteller & Filmer nutzte ("tower open fire" u.a.) – ein anderer Schock, der die Menschheit traf im 20c (siehe Rituale & Mnemosyne ) und dies relativ kurz nach dem unverdaubaren Schock, dass Zeit in Krümmung,bzw. nur als Raum/Zeit „vor-stellbar“ ist.

Burroughs: Lasst das Stillevirus frei....Durchbruch in den Grauen Raum.

"Meine Funktion als Schriftsteller ist die eines Kartographen und Erforschers neuer Bewusstseinslagen, oder - in den Worten Alexander Trocchis - eines "Kosmonauten des inneren Raums", und ich sehe keinen Nutzen in der Beschäftigung mit Gebieten, die bereits vermessen und abgegrast sind.
[...]
Es handelt sich bei der Cutup Methode um nichts weiter als um ein formales Mittel, das von manchen Autoren mit Gewinn angewandt werden wird, von anderen nicht - In jedem Fall sollte das eine Frage des Experimentierens sein und kein Anlass zu philosophischen oder ästhetischen Streitgesprächen.
[...]
Die Zukunft der schriftstellerischen Tätigkeit liegt nicht in der Orientierung an der Zeit, sondern im Vorstoss in den Raum."
(William S. Burroughs auf dem Schriftstellerkongress in Edinburgh, 1962, aus: Carl Weissner (Hg.): Cut Up, Melzer Verlag, Darmstadt 1969, S. 19ff)

10 Jahre zuvor,1952, komponierte Cage 4'33'', angeregt von völlig weissen Bildern seines Freunds Robert Rauschenberg, die 1951 entstanden waren und liess nach Jahren mit perkussiver Musik (präpariertes Klavier) damit den Stillevirus frei - ein Vorstoss in Zen.


Burj Dubai : trotz Geheimhaltung der exakten Höhe wird es 2009 mit etwa 818 m das höchste, je errichtete Gebäude (by Korean Samsung ) und sonstige Bauwerk werden. Die knifflige Frage ist ja, wie das Aircon (ein 20c-Rewind-Life-Gerät, Abteilung ‚Rewind Seasons’) bei durchschnittlich 42 Grad Aussenthemperatur in 800m Höhe funktionieren wird.

Es taucht da noch Jorge Luis Borges bescheiden auf aus anderen Hemisphären und macht mit dem schlichten Bändchen „Die Bibliothek von Babel“ (1941) klar, dass das logische Universum des hellenistisch bebrillten „Westlers“ nicht die einzige Welt ist,um die sich die Sonne dreht, sondern, dass eine Vielzahl von Kulturen simultan (siehe die originale historische Multikultur Babylons) mit omniversen Werten, Perspektiven und nicht unbedingt Ursache/Wirkung-gesteuert LEBT, d.h. trotz „Irrationalitäten“ und „Akausalem“ ein L-EBEN auch ausserhalb unseres westlichen Horizontes, der „unsere“ Welt nun wiederum um Etliches kleiner werden liess, ist – ein weiterer bislang unverdauter Schock für alle hellenistisch eingetrübten zweibeinigen Gedärme, sowie alle anderen von ihrer Seite des Flussufers aus.
(Und Wikipedia wieder: Diese Erzählung kann als Denkanstoß zu der Überlegung dienen, auf welche Art und Weise Sinnvolles und Unsinniges entsteht oder wahrgenommen wird. Wenn man die Größe der Bibliothek abschätzen wollte, käme man auf folgendes Ergebnis: bei einer runden Bibliothek würde der Durchmesser etwa 10 hoch 600000 m betragen.Dagegen gibt sich das für uns sichtbare Universum mit einem Durchmesser von nur 10 hoch 26 m relativ klein.)

Villem Flusser konnte es nicht lassen, einen Satz später zu schocken, indem er von Körnung (Digitalis) der Welt sprach und dass wir uns (determinierend) ein-bilden in diesen Punktflächenkubus-mit-Zeit-verbacken (und damit meinte er nicht die Grenze unserer Kugel, sondern Alles, so wie der Schocker Stephen Hawking „Seit Millionen Jahren lebten die Menschen wie die Tiere. Dann passierte etwas, das die Kraft unserer Vorstellung entfesselte. Wir lernten zu sprechen.“ Unter dem Titel „Beyond the Horizon“ arbeitet er derzeit mit Leonard Mlodinow am Drehbuch eines Films und wird selbst die Hauptrolle spielen).


Rumi

Wenn das nicht alles schwer zu schlucken ist im Laufe von 100 kubistischen Jahren und dazu noch der Abbau von alten Päpsten (Freud etc.) nachgereicht wird, dann kann es schon geschehen,dass der Mensch glaubt, er sei Gott (und jener endlich tot).

Ein Weilchen im Kreise drehen, oder Stillstand oder Pfannkuchen sein, das darf dann schon sein.

Manchmal ist es einfach, zu rebellieren und eine wildborstige Grimasse aufgesetzter Individualität in die Vexiermasse zu drücken. Es heisst dann auch eine Grenze ziehen,spüren und das bezeichnet dann Identität (hier bin ich & nicht dort).
Retro: wieviel Menschen sind denn noch froh,dass sie tagtäglich unschuldig in eine Closchüssel pinkeln, anstatt in ein wieder umgedrehtes Kunstwerk? Diese ewigen Ignoranten! Im nächsten Moment latschen sie wieder in kurzen Hosen übers Louvreparkett und glotzen auf die Monalisa, beim Popkornknabbern. Da können sie doch gleich ihre eigene Pisse trinken,Marcel,und dein Ready Made endlich in Ruhe reines Kunstwerk seinlassen. Tun sie auch, gerade jetzt, mehr denn je: Circular-Digerierung – der naechste Schock ist schon jetzt wahr, in höherer Auflösung, garantiert grenzenlos & in aufschwimmender Identität. Quarks von Buddha’s Selbstverbrennung werden heute & morgen noch eingeatmet & mit Carbon in unserer Biomasse zu Gedankenblitzen aufbereitet (Mann/Frau ist, was Mann/Frau isst).Wehr dich nicht dagegen, let it be, wie John Lennon predigte,oder Cage,der disziplinierte Selbstverneiner: wir sind frei,da wir nichts besitzen, oder Ayler: You think it is about you? (was ihn tötete) usw. = bislang Unverdautes, nicht Ausgebreitetes.


Pancake with Kimchi on top of the Burj Dubai
(Pfannkuchen mit koreanischem Kimchi vom Teller der Familie Maktum, den Herrschern von Dubai, auf der einsamen Spitze des Burj)
by A23H, MMVIII

Als ich 1968 mit free improv beim Albert Mangelsdorff-Quintett einstieg, dachte ich, es wär doch schon „A Love supreme“, aber es war noch Territorialismus, eifersüchtiger Futternapfneid, und Mangelsdorff machte dies klar durch sein ready made, in diesem Moment die Bühne zu verlassen, was tatsächlich simultan auf allen meinen Territorialebenen geschah, durch Schock natürlich,weil ich ja bereits wusste,dass zB vorher schon Duchamp gewesen war.
Mein Apparat ist mit mehr Karat ausgestattet,das ihn – diesen Apparat - dazu brachte,gegen die eigene Kraft zu kämpfen (the art of self-bondage),was ein sehr seltsames Vitriol erzeugte, (siehe auch in „Erweiterungen/Restriktionen,LSD & seine Nebenwirkungen mithilfe der Pharmakonzerne“, Surecamp 1968) .
Wirkungen & ihre Folgen: Deterritorialism.


Ausdehnung und Krümmung (B Seite) by A23H, 1999

Aber ich geb deswegen meine Geheimnummer noch nicht jedem,sag ich euch, es geht ums nackte Überleben, wie immer in diesem Laden der ewigen Laute.
Eröffnen wir woanders ein andres Business, um mit Rumi (Dschalal ad-Din ar-Rumi) zu sprechen.

Letztenendes kommen wir immer auf uns selbst zu sprechen.

Im Japanischen heisst „kino“ gestern & es ist bezeichnend,dass Film,das ewig gestrig Recording-Machine-erzeugte „7.Kunst“- genannte Medium bleibt,was aber morgen,heute & gestern ewig in die Gemüter der Gedärmeträger einschneidet,weshalb es sich auch schon Ü40 lohnt, hin & wieder eine Darmreinigung von innen zu tun.

Das Buch, übrigens nicht als Druckwerk von Gutenberg erfunden,sondern von koreanischen buddhistischen Mönchen (das Jikji, 1377 mit beweglichen Metalllettern gedruckt),bleibt eine ewig gestrig erzeugte nonelectronic Recording Machine,die ebenso ins ewige Raum/Zeit-Bewusstsein einschneidet wie Film oder andere Kompositionen.Allerdings ist das unablässige Auftauchen von Nach-richten aus Archaeologie & andren Wissenschaften ein dringender Anlass unsere Schulbücher alle naslang rundzuerneuern.Was ich annodazumal in der Schule einverleiben musste,macht mich heute alt aussehen.Ein tief weiser Bestandsgrund,warum unter anderem (: nur die akustische Livewiedergabe in der Überlieferung von Mund zu Ohr garantierte ehemals Wahrheit zu transportieren! ) die altjudäische Bibliothek,die Thora, jahrelang nur live,d.h. mündlich überliefert worden ist, ebenso wie das Tao Teking (so bei mir als Buch vorliegend,nun aber in Wikipedia nur als Daodejing auffindbar (sic!).
Etwa behauptet der erste Satz letzeren Textes gleich, dass das Dao, von dem man sprechen kann, nicht das ewige Dao sei. Das Daodejing will natürlich auch vom ewigen Dao sprechen – aber das kann nur sehr indirekt geschehen.
Auf diese Art & Weise muss der Leser um unbestimmte, leere Worte kreisen, um zu verstehen: Es geht um ein Nichts, ein Unaussprechliches, das den Ursprung und Wandel der Welt bildet, das Dao. Indem ein Mensch sein Leben nach dem Dao ausrichtet, erhält er sein De. (Wikipedia)

„In des Menschen Tiefe ruht die Möglichkeit eines Mitwissens mit dem Ursprung. Ist die Tiefe verschüttet, gehen die Wogen des Daseins darüber hin, als wenn sie gar nicht wäre.“
(Karl Jaspers, 1957)



Laozi (sic!) empfiehlt den Verzicht: „Macht selten die Worte, dann geht alles von selbst. (W23) Der SINN als Ewiger ist namenlose Einfalt“. (womit dem Hawking die Kraft des Sprechens wieder eingeschränkt wäre & mir selbst - welch permanent anhaltender Schock!)

Kapitel 62 des Daodejing:

Der SINN ist aller Dinge Heimat,
der guten Menschen Schatz,
der nichtguten Menschen Schutz.

Mit schönen Worten kann man zu Markte gehen,
Mit ehrenhaften Wandel
kann man sich vor anderen hervortun.
Aber die nichtguten unter den Menschen,
warum sollte man die wegwerfen?

Darum ist der Herrscher eingesetzt,
und die Fürsten haben ihr Amt.
Ob man auch Zepter von Juwelen hätte,
um sie im feierlichen Viererzug zu übersenden,
nicht kommt das der Gabe gleich,
wenn man diesen SINN
auf seinen Knien dem Herrscher darbringt.

Warum hielten die Alten diesen SINN so wert?
Ist es nicht deshalb, daß es von ihm heißt:
„Wer bittet, der empfängt;
wer Sünden hat, dem werden sie vergeben“?
Darum ist er das Köstlichste auf Erden.

„The function (of mushrooms) is to get rid of old rubbish.The Buddha died a natural death“ (by taking deliberately poisonous mushrooms), sagte Cage zuviel, unter permanentem Einfluss einer leichten Psilocibinart.


Alf Red bin (=“ Sohn des“,Wikipedia) Frankfurter Kim Chi,
23.August Zwanzighundertund8

(hier elektronisch, d.h. in neuem Zeitkontinuum nach-gereicht als avant-garde fuer die Buchmesse in Frankfurt/M,wenn China Gastland sein wird in 2009. I am not a bio-computer I am not a bio-computer I am )

Potemkin in Korea


Hier sehen Sie jenseits des koreanischen Grenzflusses Imjingang ein Dorf in Nordkorea. Dieses ist ein nordkoreanischer Fake. Zumindest wohnen dort kaum Leute,wenn überhaupt. Es wurde erstellt, um es den Südkoreanern zu zeigen.

Aufgenommen wurde dieses Foto vom sogenannten English Village aus - natürlich auf südkoreanischem Terrain -, das ein komplettes europäisches Dorf faked und als Sprachinternat dient, wo in allen Bereichen englisch gesprochen werden soll, um es den Amis zu zeigen.
Am Eingang des English Village wurde ein riesiges Stonehenge gefaked - warum auch immer,eventuell um es den Ausländern zu zeigen - während das Meer wunderbarer echter koreanischer Dolmen im Verborgenen versinkt.Oh, gute Miene...

Klaerungsbedarf



Am 20.08.2008 um 11:12 schrieb Alfred Harth:

> Ja, das war so: wegen der zur Zeit anliegenden Sache mit John Cage kam ich auf die Mesostics und fand von dort eine Parallele zum Vorgaenger Schwitters mit seiner Ursonate (1923).
> Schwitters Ernst (also wohl der Sohn) linkte mich dann zu Wolfgang Mueller von der Toedlichen Doris,weil der Wolfgang auf die Idee kam in Norwegen Kurts altes Exilhaeuschen aufzustoebern und dort noch Merzstueckchen vorfand,was er fotodokumentierte und weil Stare eine gute Erinnerungs- und Imitationsgabe haben brachte er die Ursonate der Stare aus der norwegischen Huettennachbarschaft raus auf CD.
Gleichzeitig wurde in Island das Goethe-Institut eingestampft und Mueller gruendete in seiner Wahlheimat Island "Das Erste Private Goethe-Institut", worauf er Probleme mit der GI-Rechtsabteilung bekam und seine Institution in
"Walther von Goethe Foundation" umbenannte.

Da das Seouler GI sich quasi seit Jahren selbst einstampft war mir der Gedanke nur recht, ein eigenes Goethe-Institut zu gruenden.
OH NEIN - ich irre! - das Goethe-I Seoul wurde 23 Jahre nach 1945 gegruendet und feiert heuer Jubilaeum mit u.a. einem Konzert vom Andromeda Orchestra und „Musik ungeklärter Herkunft“ von Sigmar Polke!

> Mueller wurde gestern ruckzuck Geburtshelfer.

> Die spaeter im Blog erwaehnte identische Parallelwelt UFO Factory New Detroit im Design zu unserem Seouler Veranstaltungsort Yitronik ist allerdings frappierend (website -mein Foto ) und wird noch Folgen haben.Detroit ist bereits vor Tagen angeschrieben worden. Vielleicht gibts bald eine WvGoetheF (& mehr Stars aus New Seoul) in New Detroit - wer weiss?


Kommentar von Bad Alchemy:
"...und nicht vergessen, es sind Elfen, Elfen, die Dir wirklich helfen".

Ja richtig, besonders in Korea, dem Koenigreich der Dolmen & Menhire.


Koreanischer Elfenglobus


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Die Gruendung des Gedankenhotel in 1993 ereignete 냐초 aehnliche Weise,als der Fotograph Pat Meise mich ansprach,fuer ein Magazin seine Fotoserie "1:1" mit mir fortzusetzen: Er besuchte Jazzmusiker zuhause und fotografierte 앣 dort Motive im Groessenverhaeltnis 1:1 zur Reproduktion.
Hierfuer installierte ich meine "Wohnung" in den weissen Kellerloftraeumen in der Wilhem-Leuschner-Str.10 in Frankfurt/Main und lud danach Pat Meise ein. Er fotografierte echt schoene Motive. Beim spaeteren gemeinsamen Betrachten der Fotos eroeffnete ich ihm,dass meine Wohnung eigentlich im gleichen Gebaeude unterm Dach sei und ich ihn in meine Kunstinstallation eingeladen hatte, wobei er leicht entruestet entgegnete, dass dies 애초 keine Kunst sei! Er hatte recht.

Poem's title




Pferd & Reiter springen durchs Schussloch in negentropisches Land


Titel eines Poems, das William S. Burroughs 1990 noch dichten wird -
gleich nach "Black Rider".

Aus dem Guide fuer Globaltrottel "Zeitreisen mit Karl May & Jules Verne,leichter gemacht", Herausgeber: Walther von Goethe Foundation Seoul,2008,Ver lag auf dem westoestlichen Divan

Veyron


Martin & Pierre bugattien einen Bach
im Schweizer Kanton Waadt


aus dem Zyklon "Goedichte one Stwar"


EXEGESE
obenstehenden Kurzzeilers in der Rubrik "The Art Of Explaining Art":
Es handelt sich hier um ein sogenanntes "Wikipediagedicht" in Opposition zu Gedichtformen,die rein durch Computersoftware erzeugt wurden,die beispielsweise mit den ureigenen Stilelementen Hugo Balls und Manfred Peckls programmiert worden war. "Wikipediagedichte" exzerpieren Syntax & Semantik in cut-up Version 1:1 aus dem Internetlexikon. Hier bezieht sich der ueberbordend aesthetische Titel "Veyron" auf Disparates,das, in Engfuehrung genommen, idiosynkratische Empfindungen im Rezipienten ausloest: Das derzeit teuerste Auto der Welt, ein "Veyron" (1,666 Mio Euro,Standardausfuehrung)der Autofirma Bugatti,kollidiert im Kontrast - uralter Knustkniff - mit dem franzoesischen Comiczeichner Martin Veyron,dem Rennfahrer Pierre und der geografischen Benennung eines Baches in der Schweiz - "Veyron".

Der Appendix behauptet einen fingierten Gedichtzyklus, rueckuebersetzt ins Deutsche etwa: "Gedichte ohne Software",wobei unter Verwendung von nichtaffirmativer Assoziationstechnik das Substantiv "Zyklus" durch "Zyklon" ersetzt wurde,sowie Buchstabenauslassungen und bewusste Schreibfehler ihr Eigenes tun,den Leser vollends in einen Tiefenrausch von sich widersprechenden (und nicht idiosynkratischen,d.h. sich gegenseitig ausschliessenden) Empfindungen zustuerzen.

(Quelle: EXEGESE erscheint in loser Abfolge in den "EUlogischen Antologien" der Walther von Goethe Foundation,Abteilung Asien.)

Walther von Goethe Foundation Seoul


Sehr geehrter Herr Mueller,

wir bitten sie, innerhalb der naechsten Zeit eine
Zweig stelle der Walther von Goethe Foundation in Korea (Sued) zu
eroeffnen, danke.

Wir bitten um Rueck meldung !

Beste Ghruesse,

A.Harth


--- On Tue, 8/19/08, Wolfgang Müller @die-toedliche-doris wrote:

> Sehr geehrter Herr Harth,
>
> hiermit ist die Zweigstelle Südkorea eröffnet. Herzlichen
> Glückwunsch! Zum neuen Leiter der südkoreanischen
> Zweigstelle der Walther von Goethe Foundation (vormals
> Goethe Institut Reykjavík) wird Alfred Harth ernannt. Bei
> der Abstimmung gab es keine Gegenstimmen.
>
> Herzliche Grüße von der Zweigstelle Berlin
> und ein fröhliches Glückauf
>
> Wolfgang Müller
(Präsident Walther von Goethe Foundation Reykjavik -Berlin)



Guten Tag Herr Mueller,

wir bedanken uns fuer Ihr Entgegen kommen und freuen uns auf Ihren Bsuch!

Ihr A23H in Seoul

Walther von Goethe Foundation Seoul, schedule


A23H @ Yitronik, New Seoul, von dem die UFO Factory massstabsgetroit in New Detroit nachgebildet gedacht wurde


AUF dem Verantsaltungskalender der WvGF Seoul STEHEN.
Stand up on the agenda of the WvGF Seoul :

1. Gespraechskreis „Vom inflationaeren Gbrauch des Bgriffs ‚Idiotsynkratie’ in subkulturellen Kereisen“

2. Interdisziplin Aus Taeusch Foerderung zwischen der UFO Factory, New Detroit und Yitronik, New Seoul next yea

3. Geodichte schreiben one Software

4. Werktagschnickschnack "Wer bezahlt eigentlich diesen Wahnsinn?" der Gruppe neo-halbanalphabetischer Dchter mit Daniil Charms

5. Von allen Verschwoehrungstheorien in die Praxis von Dr.Mueller

Schoener Traeumen mit Wolfgang Mueller


Fuer das spekulative Seminar „Sportskanonen und Pisa Studien“ haben sich unter der Rubrik „Ernst Schwitters – Suicide by Schimmelbrot mit Thermometer?“ ( Brotlaib mit eingebackenem Thermometer, Multiple von Wolf Vostell, 1968 )bereits zwei Studenten in Korea Nord und drei StudentInnen in Korea Sued eingescgreschrieben. Anlaesslich von Bewerbungen aus der DPRK stellte die WvG Foundation einen Fuenfjahresplan auf zur Errichtung der Walther von Goethe University Pyeongyang, Shwerpunkt „Next Lieder, Deutsh fuer Aus Laender“ unter der fakekultativen Leitung unseres Korrespondenten, Indulis Bilzens,Braeunungsstudio Malaria & D' Fanatik, Riga/Frankfurt.

Bei enemi Treff mit Herrn Wolf Vostell in Baden-Baden in 1984 gab Herr Vostell dem kuenftigen Leiter der WvGF Seoul die Order: „Spielen Sie Musik auf Schokolade“. Herr Vostell stoppte das Gespraech
per Handstoppuhr.
Herr Vostell war der erste Künstler der Kunstgeschichte, der einen Fernseher in ein Kunstwerk integrierte,noch vor dem Koreaner Nam June Paik. Dieses Werk von Wolf Vostell aus dem Jahre 1958, mit dem Titel „Deutscher Ausblick“, ist in Berlin Teil der Sammlung der Berlinischen Galerie.
(Wikipedia).
Dieses Schreiben wurde Auto
matisch
er stellt.

Rewind Life - The Recording Machine Revolution

Marshall McLuhan: "the medium is the message"

The inventions of tape recorders and computers reach back into the first half of the 20 century - the pioneering reel-to-reel tape recorder 'Magnetophon' developed by engineers of the German electronics company AEG in the 1930s and German Konrad Zuse's Z3 being the world's first operational computer in 1941.

0. Photography and film

Photography as a usable process goes back to the 1820s with the development of chemical photography. The first permanent photograph was an image produced in 1826 by the French inventor Nicéphore Niépce.



Die erste öffentliche Filmvorführung in Europa wird den Brüdern Skladanowsky zugeschrieben. Am 1. November 1895 präsentierten sie mit ihrem Bioskop eine 15minütige Aufführung von kurzen Filmen im Rahmen eines Unterhaltungsprogramms im Berliner Varieté Wintergarten.

1. History of television

In 1884 Paul Gottlieb Nipkow, a 20-year old university student in Germany patented the first electromechanical television system which employed a scanning disk, a spinning disk with a series of holes spiraling toward the center, for "rasterization", the process of converting a visual image into a stream of electrical pulses. The holes were spaced at equal angular intervals such that in a single rotation the disk would allow light to pass through each hole and onto a light-sensitive selenium sensor which produced the electrical pulses. As an image was focused on the rotating disk, each hole captured a horizontal "slice" of the whole image.

Nipkow's design would not be practical until advances in amplifier tube technology became available in 1907. Even then the device was only useful for transmitting still halftone images - those represented by equally spaced dots of varying size - over telegraph or telephone lines. Later designs would use a rotating mirror-drum scanner to capture the image and a cathode ray tube (CRT) as a display device, but moving images were still not possible, due to the poor sensitivity of the selenium sensors.

Scottish inventor John Logie Baird demonstrated the transmission of moving silhouette images in London in 1925, and of moving, monochromatic images in 1926. Baird's scanning disk produced an image of 30 lines resolution, barely enough to discern a human face, from a double spiral of lenses.

By 1927, Russian inventor Léon Theremin developed a mirror drum-based television system which used interlacing to achieve an image resolution of 100 lines.

Also in 1927, Herbert E. Ives of Bell Labs transmitted moving images from a 50-aperture disk producing 16 frames per minute over a cable from Washington, DC to New York City, and via radio from Whippany, New Jersey. Ives used viewing screens as large as 24 by 30 inches (60 by 75 centimeter). His subjects included Secretary of Commerce Herbert Hoover.

Commercially available since the late 1930s, the television set has become a common communications receiver in homes, businesses and institutions, particularly as a source of entertainment and news.

Since inception in the U.S. in 1940, TV commercials have become one of the most effective, persuasive, and popular method of selling products of many sorts, especially consumer goods. This marks the beginning of another structural treatment which might have triggered later artist concepts.

2. LP album

LP record albums are 33-1/3 rpm vinyl phonograph records. Columbia Records unveiled the LP in 1948. In 1952, Columbia Records began to bring out "extended play" LPs that played for as long as 52 minutes, or 26 minutes per side.

It is only about sixty years – not even a span of a life time – that recording machines as the first portable tape recorders had been available for home.

3. Tape Recorder

American audio engineer John T. Mullin and entertainer Bing Crosby were key players in the commercial development of magnetic tape. Mullin served in the U.S. Army Signal Corps and was posted to Paris in the final months of WWII. His unit was assigned to find out everything they could about German radio and electronics, including the investigation of claims that the Germans had been experimenting with high-energy directed radio beams as a means of disabling the electrical systems of aircraft. Mullin's unit soon amassed a collection of hundreds of low-quality magnetic dictating machines, but it was a chance visit to a studio at Bad Nauheim near Frankfurt while investigating radio beam rumours, that yielded the real prize.

Mullin was given two suitcase-sized AEG 'Magnetophon' high-fidelity recorders and fifty reels of recording tape. He had them shipped home and over the next two years he worked on the machines constantly, modifying them and improving their performance. His major aim was to interest Hollywood studios in using magnetic tape for movie soundtrack recording.

Mullin gave two public demonstrations of his machines, and they caused a sensation among American audio professionals -- many listeners literally could not believe that what they were hearing was not a live performance. By luck, Mullin's second demonstration was held at MGM studios in Hollywood and in the audience that day was Bing Crosby's technical director, Murdo Mackenzie. He arranged for Mullin to meet Crosby and in June 1947 he gave Crosby a private demonstration of his magnetic tape recorders.

Crosby was stunned by the amazing sound quality and instantly saw the huge commercial potential of the new machines. Live music was the standard for American radio at the time and the major radio networks didn't permit the use of disc recording in many programs because of their comparatively poor sound quality. But Crosby disliked the regimentation of live broadcasts, preferring the relaxed atmosphere of the recording studio. He had asked NBC to let him pre-record his 1944-45 series on transcription discs, but the network refused, so Crosby had withdrawn from live radio for a year, returning for the 1946-47 season only reluctantly.

Mullin's tape recorder came along at precisely the right moment. Crosby realised that the new technology would enable him to pre-record his radio show with a sound quality that equalled live broadcasts, and that these tapes could be replayed many times with no appreciable loss of quality. Mullin was asked to tape one show as a test and was immediately hired as Crosby's chief engineer to pre-record the rest of the series.

Crosby became the first major American music star to use tape to pre-record radio broadcasts, and the first to master commercial recordings on tape. The taped Crosby radio shows were painstakingly edited through tape-splicing to give them a pace and flow that was wholly unprecedented in radio. Mullin even claims to have been the first to use "canned laughter"; at the insistence of Crosby's head writer, Bill Morrow, he inserted a segment of raucous laughter from an earlier show into a joke in a later show that hadn't worked well.

Keen to make use of the new recorders as soon as possible, Crosby invested $ 50,000 of his own money into Ampex, and the tiny six-man concern soon became the world leader in the development of tape recording, revolutionising radio and recording with its famous Model 200 tape deck, issued in 1948 and developed directly from Mullin's modified Magnetophones.

Working with Mullin, Ampex rapidly developed two-track stereo and then three-track recorders.

Magnetic tape brought about sweeping changes in both radio and the recording industry. Sound could be recorded, erased and re-recorded on the same tape many times, sounds could be duplicated from tape to tape with only minor loss of quality, and recordings could now be very precisely edited by physically cutting the tape and rejoining it.

Within a few years of the introduction of the first commercial tape recorder, the Ampex 200 model, launched in 1948, American musician-inventor Les Paul had invented the first multitrack tape recorder, bringing about another technical revolution in the recording industry. Tape made possible the first sound recordings totally created by electronic means, opening the way for the bold sonic experiments of the Musique Concrète school and avant garde composers like Karlheinz Stockhausen, which in turn led to the innovative pop music recordings of artists such as Frank Zappa, The Beatles and The Beach Boys.

Tape enabled the radio industry for the first time to pre-record many sections of program content such as advertising, which formerly had to be presented live, and it also enabled the creation and duplication of complex, high-fidelity, long-duration recordings of entire programs. It also, for the first time, allowed broadcasters, regulators and other interested parties to undertake comprehensive logging of radio broadcasts. Innovations like multitracking and tape echo enabled radio programs and advertisements to be pre-produced to a level of complexity and sophistication that was previously unattainable and tape also led to significant changes to the pacing of program content, thanks to the introduction of the endless-loop tape cartridge.

It had been a shock to be able to REWIND and REPLAY LIFE by a tape recorder so easily and for nearly everybody since 1951.

During these early times John Cage had been open to this technological revolution.
More: he saw an Rauschenberg exhibition with only white pictures in 1951 which had inspired Cage for his famous composition of silence, „4` 33`“, in 1952.
Rauschenberg later called his works „Combines“ which techniques inspired also other artists.
Cage and Rauschenberg might have also been inspired by William Burroughs and Allen Ginsberg who had started together with Jack Kerouac in 1944 (Beatniks). Burroughs used tape recorders and film since the 60ies and developed his cut-up method.




4. Videotape recorder

Spurred on by Crosby's move into television in the early 1950s, Ampex had developed a working monochrome videotape recorder by 1956 and later a color recorder, both created to tape Crosby's TV shows.



5. Cassettes

Philips' development of the Compact Cassette in 1963 .
The mass production of compact audio cassettes began in 1964 in Hanover, Germany.

6. Video

Sony introduced a prototype for the first widespread video cassette which Sony introduced commercially in September 1971 after working out industry standards with other manufacturers.

7. Walkman

Sony's development of the Walkman in 1979 led to widespread consumer use of magnetic audio tape.

8. CD

The first CD that was pressed in Hanover was a recording of Herbert von Karajan conducting the Alpine Symphony by Richard Strauss. In August 1982 the real pressing was ready to begin in the new Polygram factory, Hanover, not far from the place where Emil Berliner had produced his first gramophone record 93 years earlier.

9. CD-ROM and Sampler

In June 1985, the CD-ROM was developed by Sony and Philips and the Akai S900 (1986) was the first truly affordable digital sampler.

10. CD-R and digital camera

In 1990, CD-Recordable were introduced, also developed by Sony and Philips.
The first commercially available digital camera was the 1990 Dycam Model 1.

11. Internet became common around 1994/5



12. DVD

"DVD" was originally used as an initialism for the unofficial term "digital videodisk". It was reported in 1995, at the time of the specification finalization, that the letters officially stood for "digital versatile disc" (due to non-video applications).
Digital Versatile discs provide superb video, audio and data storage and access -- all on one disc.

13. Digital Video

DV standard debuted in 1996.

14. Computers can now display television and film-style video clips and streaming media, encouraged by increased processor speed, storage capacity, and broadband access to the Internet... HDTV.

Written with the help of Wikipedia


DV Camcordertoast

I had had a chance to not only witness those inventions that changed the globe but also make a use of them – some of them really early – in a creative way:

since I had been watching black&white TV on only one possible channel during my childhood in the 50ies;

since I had been doing my first recording in a studio for a kind of 78 record in 1954;

since I was doing my first tape recording – two radioplays: one about Lindbergh’s Transatlantic flight and one about Napoleon invading Russia at the end of the 50ies;

since I bought my first Cassette Recorder the same year it became available on the European market in 1964 (later it spread to the US and Japan). My oldest cassette containing my own music is from the year 1965;

since I made a first own vinyl LP in 1969;

since I did my first video in 1977;

since I used sampler in my studio works since 1987;

since I had my first own CD in 1988;

since I made my first CDR in 1995;

since I debuted with DV in 1997;

since I had internet in 1998.

maintenant No 6



Deckblatt der Fortsetzung der Zeitschrift "maintenant" des Boxerpoeten Arthur Cravan aus den 80ern

Das Schaf, die Kuh vom Eis



Ab 1989 informelle Tagebuecher, zum Teil als Comic

Konflikte sind Grenzen sind Illusionen sind Konflikte...

Poster from 1973 by A23H

Bei aktueller Beschäftigung mit der Herausgabe von alten Tapes meiner Gruppe E.M.T. von 1973 forsche ich im Netz wegen des alten Konzerttitels “Heidnische Klänge” gleichen Jahrs im Haus Dornbusch in Frankfurt/Main – siehe auch Sven-Ake Johansson,Plakate 1968-2003,Verlag H+K,Berlin,2005.

Der Titel “Heidnische Klänge” – ähnlich wie Johansson’s “Moderne Nordeuropäische Dorfmusik” – setzt sich zunächst einmal gegen die US-traditionellen Namensstereotypen ab und verweist durch die damalig neue Verwendung deutscher Sprache im Umfeld der Improvisierten Musik zwar auf Europa,aber nicht eindeutig nur auf Germanisches. “Heidnische Klänge” sind global.

Im sehr lehrreichen Netz gegen Nazis finde ich - nach fast achtjähriger Abstinenz von Deutschland - einige aktuell gebräuchlichen Symbole der Neonaziszene,die mir bisher unbekannt waren.

In verschiedenen Texten erwähne ich mein “Manifest 88” ,bzw. “Paradigmenwechsel 88”. Dieses Künstlermanifest bezieht seinen Namen ausschliesslich wegen seines Entstehungsjahres: 1988.
In der heutigen Neonaziszene sind “die klassischen Zahlencodes: 88, 18 und andere...bei Demos mitunter Songs der linken 68er Band "Ton Steine Scherben" zu hören.“

Mit NeoNazis habe ich nichts am Hut.

Gruppierungen,die sich immanent abgrenzen wollen gegen andere – und seien es auch Christen,die gegen Heiden sind;im Koreanischen existiert traditionell kein Wort für „Heide“,jedoch mitunter recht aggressive Christen – sind mir suspekt und unangenehm.Ebenso wie der neonazistische Slogan „Odin statt Jesus“.

A23H im Jahr 2008

(wobei wiederum “die Zahl 28 auf das Kürzel des mittlerweile in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood & Honour" (BH) verweist.“ Aber 28 ist seit jeher die Zahl des Wahnsinns...)


Bei seiner zweitägigen Sommerreise ließ sich Bundespräsident Köhler nicht nur auf einem U-Boot fotografieren, sondern besuchte auch Initiativen gegen Rechtsextremismus.Im Foto zeigt der U-Bootname „U33“ sicherlich nicht an,dass er von „u"nseren Geschehnissen im Jahr 1933 beigeistert ist.

Bilder & Musik



A23H exhibition at Galerie A.Vant in Berlin in 1983
Music: together with Wolfgang Seidel's "Populäre Mechanik"

Zustandsbericht

Gezacktes Trägersystem,
bisweilen weich abgerundet,
zerschmetternd und aufhebend im Zuge
der Fahrt des Zustands stobend
durch Leere & Nichts –
Orte offerierend,
Gebete ausstossend
als Lehrer & Füller
eines ewigen Berichts
zerrend im Stromschlag kurzen Erschreckens
eingebettet in traumatmenden Schlaf,
Gummizellenlandschaft,
und in der Zeitung steht:
du warst die Zeit.

*
1986

Jenseits von Paradox

Fritz K. Waechter spricht lange mit mir über die Rätsel von Atlantis. Während wir durch die regennassen Strassen von Athen gehen, erzählt Fritz so plausibel, dass er vergisst, sich wie ein anständiger Tourist zu verhalten.
Es ist unser erster griechischer Tag. Wir betreten ein Restaurant und setzen uns, noch immer vertieft in die Legende, an einen leeren Tisch. Bei Bestellung fällt mir die Tischnummer auf: 23.
Fritz und ich waren auf Einladung des griechischen Kultusministeriums im Dezember 1985 in die Stadt der Akropolis gekommen, um dort unser utopisches Stück „Die Reise nach Aschenfeld“ – nach einem Jahr Aufführungen am Residenztheater München – zum vorläufigen Abschluss zu bringen. Das Kultusministerium hatte dazu auch eine Pressekonferenz anberaumt. Sie fand im Ministeriumsgebäude statt. Zimmer 23.
Nach den zwei Aufführungen im Nationaltheater der Polis fliege ich nach Frankfurt zurück. Mein Sitz trägt die Nummer 23 A.
Drei Tage später lasse ich mir einen neuen Haarschnitt verpassen. Der Friseur schenkt mir eine Shampooprobe. Name 23.
Zwei Tage später kaufe ich Möbel für die Kinder. Sie können unter den Nummern 21 und 23 abgeholt werden. Am gleichen Tag besorge ich noch Lebensmittel im Supermarkt. Ich zahle 21,23 DM.
Abends meditiere ich auf meinem Saxofon die Ereignisse der Reise. Und bin ab sofort als 23 neu inkarniert.

Am 23. Februar 1986 trifft 23 während eines Unterwasserkonzerts im Stadtbad Mitte in Frankfurt auf Ken Campell, den Regisseur der Illuminatentrilogie, den auch Fritz von früheren Inszenierungen kennt.
23 sieht derzeit wie Kent Clark aus.
Sein Auftritt während des Unterwasserkonzerts irritiert. Mit einem blauen Anzug bekleidet, steht er bis zur Brust im Wasser und zerrt zwei Plastikenten mit seinem Matchpartner quer übers Becken. Beide blasen derweil mit Entenlockruftröten und Mundstücken amphibisch ins blaue Nass: „Amphibisches Match“.
Ist das alles? Und: Was soll denn das sein?
Fragen im Publikum.
Auch als 23 einige Monate später, anlässlich eines Telefonkonzerts in der ehrenwerten Kunstschirn in Frankfurt sein Weltsolo per Telefon um den Globus schickt.
Er irritiert.
Bei seinem Projekt „PSI TO LEN“ lässt er eine Burgruine von vier Soldaten in historischen Uniformen in slow motion zu seiner Musik „Anything goes“ bewachen. Diese Musik ist wie ein LSD-Trip. Er nimmt es verdammt ernst mit Paul Feyerabends Aufruf. Auf die radikale Art. Ohne Rücksicht auf Imageverlust.
Nach „PSI TO LEN“ bekommt er einen Auftrag für den Kirchentag ( Ein’ feste Burg ).
Man findet ihn auf Parties seine wilden Rollen performen.
Er spielt, um zu spielen.
„ Anything Goes“. Auf Schallplatte: neu zugeschnittene und neu gemixte neueste Werke dreier Autoren, die nach der cut-up Methode arbeiteten. 23 gestaltet das Cover mit Zeichnungen aus der Zeit seiner Initiation als Träger des Dritten Auges.
Er irritiert.
23 schaltet sich per Telefon in eine Kabelfernsehsendung ein und lässt durch pure Gedankenkraft auf einer weissen Fläche Papier gewisse Bilder entstehen,die ausgestrahlt werden und die Geräte von Zuschauern rot erglühen lassen.
„Red Art“ ist auch der Titel der sehr persönlichen Solo-LP,auf der eine andere Seite seiner 86er Persönlichkeit zum Vorschein kommt.
Spiralartig schliesst er viele offen gebliebene Kreise der letzten Dekade.Alte Texte von ihm,die bisher beiseite geblieben waren;Tapes von liebgewonnenen Gruppen,die nicht veröffentlicht waren;Wiederentdeckungen seiner alten Zeichnungen; Wiederbegegnung und Abgrenzung gegenüber Personen von zehn Jahren zuvor.
Der Architekt steht am Fundament seiner Baustelle,sichtet die 50er,60er und 70er Ruinen,dekonstruiert sie,baut sie ein neben straffen Neubauelementen,spürt die künftige Gesamtanlage und vermag noch nicht,sich einen Überblick zu verschaffen.

23 baut auf.
Ein Duo mit John Zorn.
Ein Duo mit Peter Brötzmann.
Seine Gruppe „Gestalt et Jive“ formt er zu einem Trio.Endlich löst sich für ihn der Sinn dieser Band ein.So sollte die Musik von Anfang an klingen.
Im Verlauf von vier Konzerten kreiert er zusätzlich die Solo-Personality-Show „Red Art“ - mit Blindmalerei,Anleihen von Ausdruckstanz,ekstatischen Texten.Daneben all die Saxofone.
23 baut auf.
Jürgen bekleidet ein hohes Amt und erzählt.Er spricht davon,dass er jeden Abend beim Zähneputzen im Spiegel übt,wie er grüsst,wenn ihm plötzlich ein Ausserirdischer gegenübersteht.Er empfiehlt 23,Doris Lessing zu lesen. „Canopus im Argos“.

23.Hexagramm: „Die Zersplitterung“ : „Das Bett wird zersplittert am Bein.“ Das ganze Jahr über massenweise 23er.In allen Situationen.Aber: Selbst neue Reinkarnationen werden rasch zur Gewohnheit.
Ja,woher wussten denn die Dogon in Afrika die genauen Positionen von Sirius A und B?
Dog on – no goD.
Nap,dog eno.
Lausbübisch stammeln Dichter.
Go No Go.

exPANzion.
23 erhält einen anderen Auftrag.Die Frankfurt Feste in der Alten Oper feiern im August 1987 unter dem Themenkreis „Mythos“ . 23 soll dazu beitragen. Er wählt den Bereich der Zukunftsmythen.Dorthin zieht es ihn.Alle anderen geplanten Beiträge sind sowie zeitlich rückwärts orientiert.

In Zeiten der allgemeinen Zersplitterung,Atomisierung von Individuen und innerhalb der Künste,der grossen Relativierung,
Orientierungslosigkeit,Unübersichtlichkeit ohnmächtig ausgesetzt,den politischen und ökologischen Verhältnissen,meint 23 es mit dem „Anything Goes“ radikal ernst.
Es beschreibt eine tiefe moralische Variante im Verhalten der Gegenwart: Ohne ideologische Umschweife und Rückhalte das alles wahrzunehmen,was ist und es in seiner Anythinggoes-Gestalt zu belassen.Durch bewusstes Annehmen.
Angesichts übermächtiger Katastrophen und der zwangsläufigen Erfahrung,dass wirklich alles geht,versucht 23 seine Angst zu meistern,wissend,dass sein isoliertes Zittern nur einem Teil des Ganzen,der sich allerdings absolut gebärdet,zu verdanken ist,und die verborgene Variable wiederum ihren Teil dazu beiträgt,ihn in einem vergrösserten Spannungsfeld unzähliger Vektoren zu belassen.Eine mögliche Aussicht scheint zu sein, das „Anything“ zu akzeptieren,wie es ist und sich vorsichtig und bescheiden einzugestehen,dass man doch nicht weiss,was wirklich los ist.

23 erinnert sich seines Auftrags.Er will den Gedanken an ein Orchester nicht fallen lassen.Allerdings mag er nur ein improvisierendes Orchester.Er findet das „Mutare Ensemble“ und wünscht sich von ihnen zehn Violinen.Die möchte er einer kleinen Gruppe von Musikern unterschiedlicher Herkunft beigesellen.Einem Kassettenmaschinisten aus der Schweiz.Einem lyrischen Pianisten.Einem Synthesizerspieler.Und am Saxofon: 23 selbst.
Kurz drauf erhält er von Micky Remann einen Text des Apollo 9 Astronauten Russell Schweikart,der davon träumt,dass die Menschheit nun bald durch Auswanderung ins All „neu geboren“ werde.

„Wenn wir uns tatsächlich auf eine Weltraum-zivilisation zubewegen,dann müssen wir diesen Vorgang mit neuen Metaphern veranschaulichen.Das Bild,das ich einführen möchte,ist das von der kosmischen Geburt.Wenn wir diesen Planeten mitsamt der Evolution des Lebens und der menschlichen Geschichte als einziges,sich entwickelndes Lebewesen ansehen,dann mag der Zeitpunkt,da wir mit der Bevölkerung des Weltalls beginnen,der Moment sein,da Mutter Erde neues Leben aussendet – sie gebiert.
Das Gegenteil zur kosmischen Geburt ist der Cowboy-Fortschritt.Der Cowboy sagt: nachdem wir einen Platz genügend versaut haben,ziehen wir weiter,um den nächsten zu versauen.Wenn wir mit der Cowboy-Metapher ins All gehen,haben wir keine Chance,nicht mal mehr auf der Erde.Da gibt es interessante Analogien zwischen der Lage auf der Erde und dem Geburtsvorgang: je näher die Geburt heranrückt,desto grösser wird der Energiebedarf.Immer mehr Giftstoffe werden produziert,mit deren Beseitigung der Körper Schwierigkeiten hat.Wehen setzen ein,die den ganzen Leib durchschütteln.
Ist die Geburt glücklich überstanden,entsteht ein neues Verhältnis zwischen dem Space-baby und Mutter Erde,ein Verhältnis von Unabhängigkeit und Zuwendung.
Ich finde diese Metapher interessant zum Spielen,zum Nachdenken oder zum Verwerfen.Mein Eindruck ist,dass die Astronauten und Kosmonauten,die die Erde vom All gesehen haben,einer bestimmten Verpflichtung unterliegen,die Konturen dieser Erfahrung zu reflektieren und sie anderen mitzuteilen.“
Russell Schweikart.

Das ist der passende Stoff für eine Bearbeitung von Zukunftsmythen.



In der Zwischenzeit.
Ist das Doppelalbum der Gruppe „Gestalt et Jive“ erschienen.
Begegnete 23 den Saxofonisten Werner Lüdi und Hans Koch auf dem Festival "Jazz Meets Art" in der Schweiz unter dem Projektnamen "Fallendes Bild / Stürzender Song".
Hat 23 in Berlin mit Brötzmann eine Duo-LP „Go No Go“ aufgenommen und einen Monat später mit ihm,Sonny Sharrock und anderen auf dem Workshop für Freie Musik der FMP gespielt.
Steht für ihn fest,dass er die Expansion ins All mit Brötzmann und Sharrock zelebrieren will.
Neuformierung des Projektes „exPANzion“:
Streicher entfallen.
Dafür treten auf den Plan: Klaus Koch.Ferdinand Richard.Chris Cutler.Andres Bosshard.Phil Minton.Peter Brötzmann.Sonny Sharrock.Und 23.
Mit allen hat er schon mal zu tun gehabt.In dieser Kombination sieht er die ideale Expansionsmannschaft.

PAN steht für das Viele.
Zion steht für Utopie der Einheit.Das Eine.
Durch das Zusammenwirken beider Wirklichkeiten existiert die Menschheit,indem sie dieses unendliche Spiel permanent ausweitet.

23 über „exPANzion“ :

Russell Schweikart setzt eine Planung,eine Möglichkeit in Bewegung.Seinen Entwurf empfinde ich als mutigen,riskanten und herausfordernden Willen zum sich fortsetzenden Abenteuer Leben zwischen Lust und Leid.Er wird selbst zur Metapher.Kern seiner Sehnsucht: Der Wunsch nach Transzendenz.
In „exPANzion“ möchte ich auf der Grundlage eingeplanter und vorausschauender Grenzüberschreitungen, das Wertmoment der immerwährenden Möglichkeit,auf das Andere hinweisen zu können,darstellen.

23 ist mehr und mehr von dem Vielen angewidert.Dem Musikbetrieb.Den Critickern.Den buhlenden Künstlern.Der immer grösser werdenden Flut der Medien.Ihrer Informationsgeilheit.Ihrer zerstörerischen Macht.
23 entzieht sich ihrem Zugriff.Er verweigert sich.
Teschuwah: Die Zeit der Umkehr.
Richtung auf die Eins.
Die korrespondierende Synchronizität ist eine Einladung,auf dem Abschlussgottesdienst des Kirchentags im Frankfurter Waldstadion,vor etwa 150.000 Seelen Solosaxofon zu spielen. 23 plant allerdings auch an diesem Termin auf dem Anti-Atomkraft-Wackersdorf-Festival aufzutreten.

Während er einen Auftrag für TV-Filmmusik zu den Kirchenfenstern von Johannes Schreiter erfüllt,zeigt er dem Regisseur eines seiner zwanzig Jahre alten Feuergraphiken im Stile Schreiters.Der Regisseur hält es für einen echten Schreiter.
Er beginnt wieder zu malen.
Im Stile Cezannes.
In der Kabbala steht die Zahl 23 für Leben.
So ist das 23.

Im Mai erfährt er zu seinem Erstaunen,dass das Konzert in der Alten Oper exakt einen Monat später stattfinden soll. 23 ist besorgt.Er telefoniert mit allen beteiligten Musikern und muss schmerzlich erfahren,dass längst nicht mehr alle Spieler im September frei sind.Was nun?
Es ergibt sich,dass 23 für das Musica-Festival in Straßburg den Auftrag erhält,am 26.September ein Konzert mit einer ähnlichen Besetzung wie auf seiner Platte „This Earth!“ (ECM) zu organisieren.Somit entfällt auch die Möglichkeit,eine angemessene Probezeit für das vorgesehene Konzert in der Alten Oper einzuplanen.
In dieser Lage bleibt für 23 nur der Weg in ein neues Projekt,mit dem er beide Aufträge erfüllen kann.Er erinnert sich an den Roman „Shikasta“ aus der Reihe „Canopus im Argos“ von Doris Lessing.
Er findet,dass diese Thematik eine logische Fortsetzung seiner ökotopischen Anliegen auf „This Earth!“ darstellt und exzerpiert vier kurze Abschnitte des Romans für Maggie Nicols und Phil Minton als Frau-und-Mann-Gesangsarchetypen,sowie Paul Bley,Barre Phillips und sich selbst.Das Projekt erhält den Namen „Bemerkungen über den Planeten Shikasta“.

Der Roman „Shikasta“ beschreibt wie ausserirdische Gesandte aus dem Reich Canopus im Sternbild Argos,die Erde – Shikasta,die Verletzte,die Zerstörte,früher Rohanda,die Blühende – mit ihrer wohlwollenden Intelligenz betreuen.
Was Doris Lessing entwirft,ist eine Menschheitsgeschichte,gesehen mit den Augen einer zeitlosen,Jahrtausende mühelos durchschreitenden,gütigen Intelligenz.Es ist eine phantastische,zutiefst moralische Geschichte,eine Vision von Zorn und Trauer.

„...The inhabitants of Shikasta,engaged in destroying themselves,soon to face the intensive,if short,final phase of their long orgy of mutual destruction,were not entirely unaware of their situation.A feeling of foreboding was general,but was not commensurate with the situation,not specificto the various dangers.Alarms and warnings were frequent,but related to an aspect or part of the situation:These preoccupied them for a while, and were then forgotten as another crisis arose and seemed overriding.A few Shikastans,and in all countries,understood quite well what was happening....“
Doris Lessing


Nach einem Festivalauftritt mit „Gestalt et Jive“ stellte sich heraus,dass das Wackersdorf-Festival wegen befürchteter Regenfälle geplatzt war. 23 hatte zuvor definitiv für den Abschlussgottesdienst im Waldstadion von Frankfurt/Main zugesagt.
Am Abend vor der Probe spielt „Gestalt et Jive“ in Ulm.Am folgenden Tag um acht Uhr früh ist Probe im Waldstadion.So stellt der Kirchentag für 23 einen Fahrdienst bereit,der ihn mit ungefähr 230 Sachen über die Autobahn nach Ulm und zurück bringt.
Der Gottesdienst wird live im Fernsehen übertragen.Der Kanzler wird mit einem Helikopter direkt eingeflogen.Viele grosse Tiere aus der Politik sind anwesend.
In der Stadionmitte spielen hunderte von kirchlichen Blasorchesterblechbläsern ihre sakralen Weisen.Dann zehn Minuten Erstaunen für die Seelen: 23 Tenorsaxofon solo in schwarzer Gummijacke, von der Kanzel herab.

Für Juli erhält 23 vom Hessischen Rundfunk den Auftrag,ein Hörspiel zu produzieren. In der dafür vorgesehenen Studiozeit entstehen drei Hörspiele.

BOYS MEET GIRL

„We love sweets like babies.We dont love no lumps of cheese,and tough bread,no we just like to eat soft stuff,soft bread,soft ice-cream,soft chocolate,soft mush,soft potatoes,soft jam,and peanut-butter,we dont except at a little meat we dont really chew.Well,and if we dont,said Jo.Soft eats make soft men,said Peter.“
(Aus: Gertrude Stein, „Brewsie and Willie“)
Eine Gruppe Jugendlicher trifft sich mal so.Die Boys umbuhlen das Girl.Die immer wieder gleichförmig wiederkehrenden reduzierten Statements erhalten im Kontext der „sprechenden“ Saxofon-,Trompeten- und Posaunenstimmen jeweils neue Bedeutungen.Die wild boys trumpfen mit ihrer ihnen eigenen Charakterstärke auf.Da ist der zerrissene Draufgänger,der beruhigende Phlegmatiker,der Elegant,der miese Nörgler usw. 23 hatte diesen Text bereits 1982 in sein Grosstadtamalgamnonett „Reklame der Wirklichkeit“ auf Kassette einmontiert.

AXIOM

„Was nicht verboten ist,das ist erlaubt“.
Ein maschinell rotierndes,messerscharfes Mantra.Die Message spuckt sich in ihrer eigenen Form aus.Und was von einem auffordernden Imperativ übrigbleibt,ist überraschenderweise schon immer vorhanden gewesene doppelte Tautologie.


Aus Sätzen von Astronauten und Kosmonauten,Auszügen von Paul Scheerbart und einem Protokoll einer telepathischen Kontaktaufnahme zu Ausserirdischen im Sternbild der Plejaden einer Studiengruppe in Santa Fe,USA, montierte 23 den Text zu dem dritten und längsten seiner Hörspiele:

DASS SIE IM ALL SIND,DAS IST SCHON MERKWÜRDIG!


23 will das Projekt „exPANzion“ nicht aufgeben.
Teilnehmer des Projekts auf neuem Terrain sollen nun sein:
Sonny Sharrock,Peter Brötzmann,Phil Minton,Andres Bosshard,Chris Cutler,der Astronaut Russell Schweikart als Sprecher seiner Texte,der Astronaut Sun Ra,nebst zwei Mitgliedern seines Arkestras und 23.

Schnitt von „Plan Eden“ / Arealerweiterung im 23er Galeriegebäude / Gestalt et Jive / Documenta Radio X-Teilnahme / harmonische Konvergenz / Mike Hentz tanzt / Sun Ra meets / Indulis Bilzens / am Walkie Talkie / John Cage / Goebbels Geburtstag / Terrasse 23 / „Plan Eden“ erscheint.
Augustkonzerte mit Sharrock,Brötzmann und „Aleister and Alice“.

Mitternacht im Park der Orangerie von Straßburg.Abseits der von den Lichtern des Bretonen Yann Kersale verzauberten Lindenallee zum Palais Josefine steht das holländische Spiegelzelt,in dem bei „musica 87“ ein prominentes Häuflein musikalischer Freigeister das Tonbild von Shikasta,der zerstörten Erde,zeichnet.
Einen Tag später in der Alten Oper.

Cut.
23 fliegt nach Victoriaville in Kanada.
Festivalauftritt des „Duo Goebbels/Harth“.
Dort springt 23 auch noch für Don Cherry & Tim Berne ein im Projekt „Der Mann im Fahrstuhl,Aufzug,Anzug“ nach Heiner Müller, aufbereitet von Heiner Goebbels,zusammen mit Fred Frith,Arto Lindsay,Chris Cutler und Andre Duchesne.

SNAFU (Situation Normal All Fucked Up):
Zersplitterte Zeitpyramide. Simulationszeitalter. Anything Goes – Jazz ist eigentlich ein querstehendes Gefühl.

Im Anschluss ist 23 in Montreal und nach einem Dutzend Jahren erstmals wieder in New York City.

UNSERE POESIE JETZT
IST DIE ER-KENNTNIS DASS WIR NICHTS
BESITZEN
ALLES IST DAHER EIN
VERGNÜGEN
(DA WIR ES NICHT BE-SITZEN) UND DESHALB SEINEN
VER-LUST NICHT FÜRCHTEN
MÜSSEN
WIR BRAUCHEN DIE VERGANGENHEIT NICHT ZU ZERSTÖREN: SIE
IST FORT;
JEDEN AUGENBLICK KÖNNTE SIE WIEDERKEHREN,GEGENWART
SCHEINEN,

SEIN
. WÄRE DAS EINE WIEDERHOLUNG? NUR WENN WIR
DÄCHTEN,WIR
BESÄSSEN SIE, ABER DA WIR’S NICHT TUN, IST SIE FREI
UND WIR EBENSO.


New York City / Timetunnel

24.Hexagramm: Die Wiederkehr

Wenn das Obere vollkommen zersplittert ist,
kommt es unten zurück.
Gelingen. Ausgang und Eingang ohne Fehl.
Hin und her geht der Weg.
Nach einer Zeit des Verfalls kommt die Wendezeit.
Das starke Licht tritt wieder ein, wie zuvor.
Es gibt Bewegung.
Aber es ist keine erzwungene Bewegung.
Altes wird abgeschafft,Neues eingeführt.
(Aus dem I Ging )
Ab 1+9+9+5 global.

ALLES WAS NOTWENDIG IST, IST EIN LEERER
ZEITRAUM,UM IHN AUF SEINE EIGENE MAGNETISCHE WEISE WIRKEN
ZU
LASSEN.
SCHLIESSLICH WIRD GENUG DRIN SEIN DAS PFEIFT. UM ES AUF ALL
DIESE
VERSCHIEDENEN MERKMALE ANZUWENDEN, REDUZIERT ER ES
NOTWENDIG
AUF ZAHLEN. ER HAT AUCH EINEN MATHEMATISCHEN WEG ZUR
HERSTELLUNG
EINER ENTSPRECHUNG ZWISCHEN REIHEN GEFUNDEN.
John Cage, Silence


23 trifft auf denselben Hund von damals.
Diesmal weicht der Köter aus.
23 auf dem Times Square: Eine crowd vor zwei nietenübersäten agitiernden Schwarzen. Ihre stärksten Bilder: Judäa and UFO. Der mit der Sonnenbrille zeigt sofort starr auf 23 und schreit ins Mikrofon:“You white people!“ Und dann: „You Goebbels!“ Tom Cora,der mit 23 auf der Strasse am Times Square steht, ist freundlich und meint, er verwechsele 23 wohl mit seinem Partner und schliesslich hiesse Cora auf italienisch doch das Gleiche wie Harth phonetisch im Englischen.
Lachend gehen sie zusammen zu ihrem Konzert mit George Lewis und Dr.Umezu im nahen Tinpan Alley.

WIR SIND DIE ÄLTESTEN (ES SCHAFFT DIE STILLE) DIE IHRE FLUG-BAHN HABEN IN WISSEN VON JETZTHEIT.
Cut.
Eine Woche Probe in London. Mit der Gruppe OH MOSCOW von Lindsay Cooper.
Zehn Tage später Premiere auf dem Jazzfestival in Zürich.
Cut.
Fritz K.Waechter lädt zu seinem Geburtstag in Frankfurt/Main.Sein Stück „Die Reise nach Aschenfeld“ ist für eine Neuauflage in Berlin nun endgültig gestorben.
Nachfolgeprojekt ist Arrabals „Der Architekt und der Kaiser von Assyrien“ im Schillertheater. 23 und die Regisseurin finden schnell produktive Gemeinsamkeit in einem Gespräch über Atlantis... (Premiere ist dann im Februar 1988)
...und bald wieder 23er. Massenweise.
Advent.


DASS ZWEI ODER MEHR
DINGE GLEICHZEITIG GESCHEHN, IST
ES IST DURCHAUS MÖGLICH DASS ETWAS
IHRE BEZIEHUNG: SYNCHRONIZITÄT. DAS
BRICHT ZUM BEISPIEL
BEDEUTET IM ZENTRUM EIN BEWEGEN NACH AUSSEN IN ALLEN

RICHTUNGEN, UND DAMIT IST ZEIT KLAR
SOLL MAN ANHALTEN UND ES REPARIEREN?
EINLEUCHTEND. ES KÖNNTE AUCH SCHWERLICH ANDERS SEIN.

Zwei Tage später. Konzert des „Duo Goebbels/Harth“ in Tel Aviv.Die Zahl 23 in den hebräischen Buchstaben Beth und Gimel geschrieben und ins Deutsche zurückübersetzt bedeutet Rücken.
Der Rücken – Symbol des Unbewussten.
Die Zahl 23 als Symbol des unbewussten Lebens.
ICH LIBE LEBEN,ICH VERGÖTTERE CHCHAOS. (Jossif Brodskij)
Gespräch mit Heiner Goebbels auf dem anschliessenden Flug nach Athen über Samuel Weber: Dass nichts so ist,wie es scheint.
Zwei Stunden in einem Behälter.
ES GIBT AUTHENTISCH GEISTLICHE PROBLEME.
UND MYSTIK IST EIN ZEICHEN UNSERER SCHWÄCHE,
MIT IHNEN KLAR ZU WERDEN. ANDERS KÄME
ICH NIX DAZU, MIR DIESES ZU ERKLÄREN. (Jossif Brodskij)

Am 23.November Ankunft in Athen.
Geburtsstadt des Rätsels der Dreiundzwanzig.
Mittagessen in einem Restaurant.Es trägt einen Namen,der wie Apo-theose klingt.
23 sitzt an Tisch Nummer 23.An der gleichen Säule,wo er schon vor zwei Jahren sass und seine erste 23 sah.
Die Rechnung ist auf 13 Uhr, 23 Minuten ausgestellt.
Athen ist voll opulenter Symbole.
Omega. UFO. Tempel.
Überall Kanaldeckel mit den Buchstaben EYE.
Die Biene.
23 kauft abends einen goldenen Delphin.
Das Duo-Konzert findet am 24. November statt.
JA,GLÄNZENDE AKUSTIK HIER!...
DAS STADION – EIN EINZIGES GROSSES OHR. (Jossif Brodskij)
Das Alter der zwei Musiker wird auf fünfundzwanzig geschätzt.
Ein stolzer Grieche verkündet: „Hoffentlich bleiben uns diese Kinder noch lange erhalten!“.
Tagsüber,auf dem Markt.
23 betrachtet denselben Papagei wie 1+9+8+5.
Aber er sagt kein Wort.
Keiner sagt ein Wort.
„Auf der Suche nach Schrödingers Katze: Nach der Avogadro’schen Zahl sind in 12 Gramm Kohlenstoff 6 x 10 hoch 23 Atome enthalten.Das Alter der Welt seit dem Urknall beträgt 5 x 10 hoch 17 Sekunden.“
Es sind meine Tiere!
Ein Gedanke.
Es gibt immer Plus Eins.
Verrücktheit offenbart den Kitsch der Seele.
Ich liebe ihn.

23 korrespondiert mit der Managerin von Sun Ra:
„exPANzion“ hat Aussicht auf drei Festivals. Im Herbst 88.
Leverkusen, Zürich,Warschau.
Reif werden,rauskommen und denken
Dann wird die Aubergine glücklich.
Gipfeltreffen.Abrüstungsvertrag.
Dezember 87 ist es.
„Gestalt et Jive“ in Frankreich.
Ein Gedanke.
SKIZZOE WOYZECK ZICKWOLFIN TOT
STILL,ALLES STILL,ALS WÄR DIE WELT TOT.
MARIE,ES WAR WIEDER WAS.
WENN DIE NATUR AUS IST.
UNMÖGLICH! MENSCH!MENSCH! UNMÖGLICH!
DU HAST EIN`ROTEN MUND,MARIE.
IMMER ZU – IMMER ZU!
ZICKWOLFIN TOT?
WIE EIN BLUTIG EISEN.
NOCH NICHT,NOCH NICHT? IMMER NOCH.
TEUFEL,WAS WOLLT IHR?
KALT,NASS,STILL! (Alban Berg)


Cut.
Ein TV-Film. „Die Toteninsel“ – Musik aus den LPs „Melchior“ und „Plan Eden“.
Comic der Furcht.
NUR WER GRÜNDLICH GESTORBEN IST,LEBT WIRKLICH.
Der Regisseur, ein Pfarrer.
Nemo est omeN.
Die Formel. Was will die Formel sagen?
Gedankenhotel.

Zwischen den Jahren 87 & 88 ERKUNDUNGEN FÜR DIE PRÄZISIERUNG DES GEFÜHLS (Rolf-Dieter Brinkmann).
Film in Worten.
WAS SUCHEN SIE DA? LICHT 6 UHR NACHMITTAGS 1 PAAR STEINE 1 WARNSCHILD: PRIVAT.
Hörfilm. Das Ensemble Modern meldet sich allerdings nicht.

23 stellt aus: "Zeichnungen 78/88" in der Galerie endart,Berlin.



MATER NEGRA IN LUMEN EST.
Es hat der Archeus seiner Officien im Leib viele/
Three Quarks For Muster Mark/
Gold & Salz/
Licht des Magens/
Merkur & Fünf/
nap, dog eno/
Bewusstseinsexpander/
teleskopisch gefilmt von Illusionen/
Täglich Brot jenseits von/
Splitteratem aus/
Fokusatem ein -

23 can be a gestalt in time


Alfred 23 Harth, 1988.
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Zur Phase dieses Diarytextes ist der Katalog „Die Zersplitterung - Konzertstationen 1987/8“ herausgekommen mit Dreiklängen aus Visuellem/Texten/Musikstationen von A23H,dem Text „Die immer rinnende Endzeit im Ohr“ von Juergen Abi Schmitt-Rosenthal,dem Text „Die Schrift der Zeichnung“ von Hubertus Gassner sowie einer Flexidisk, bei Wolkeverlag Hofheim,1989.

Über die Phase 1983/4 veröffentlichte A23H den Diarytext „Pharao auf vier Beinen“ mit Abbildungen in „Klangbilder 1“,Herausgeber Juergen Abi Schmitt,JAS Publikationen,1987

PSIAS



by Alfred Artaugen, East Limbs Productions, 1972